Ohne Bargeld

Kartenzahlung boomt im Skiurlaub: 51 % mehr Transaktionen auf Österreichs Pisten

02.04.2026

Bargeld war gestern: Immer mehr Urlauber zahlen im Skiurlaub mit Karte oder Smartphone. Neue Zahlen zeigen einen massiven Anstieg digitaler Zahlungen in Österreichs Wintersportorten – mit überraschenden Folgen für Gastronomie und Hotellerie.

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Der Wintertourismus in Österreich erlebt einen klaren Wandel: Bargeld verliert rasant an Bedeutung, während Kartenzahlungen regelrecht durch die Decke gehen. Laut aktuellen Daten von Global Payments stieg die Zahl der Transaktionen innerhalb von drei Saisonen um satte 51 Prozent.

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Auch beim Umsatz zeigt die Kurve steil nach oben: Von rund 376 Millionen Euro (2023/24) auf knapp 492 Millionen Euro (2025/26) – ein Plus von 31 Prozent. Für viele Betriebe ist klar: Ohne Kartenzahlung geht nichts mehr.
„Kartenzahlung ist heute längst Standard“, betont CEO Milos Toman. Gäste erwarten inzwischen ganz selbstverständlich, überall bargeldlos zahlen zu können.

Mehr Klicks, weniger pro Bon
Auffällig ist ein spannender Trend: Die Gäste zahlen öfter, aber weniger pro Einkauf. Der durchschnittliche Kartenbetrag sank von 57,80 Euro auf rund 50,10 Euro.
Heißt konkret:
Der schnelle Kaffee, der Snack auf der Hütte oder das Après-Ski-Bier – alles wird zunehmend mit Karte bezahlt.
Vor allem im Food-Bereich geht es richtig ab: Restaurants und Fast Food steigerten ihren Kartenumsatz massiv auf über 344 Millionen Euro. Gleichzeitig schnellte die Zahl der Zahlungen nach oben.
Die Hotellerie bleibt zwar stabil, doch hier wird weiterhin mit deutlich höheren Beträgen bezahlt – im Schnitt rund 363 Euro pro Transaktion.

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Kontaktlos ist König
Ob Smartphone oder Smartwatch: Kontaktloses Bezahlen ist auf der Piste längst Alltag. Gerade im alpinen Umfeld zählt jede Sekunde – viele Gäste, kurze Aufenthalte, schnelle Abwicklung.
Das Ergebnis:
Digitale Zahlungen sorgen nicht nur für Komfort, sondern auch für effizientere Abläufe und mehr Umsatzchancen.

Die Hotspots im Check
Ein Blick auf die Top-Destinationen zeigt spannende Unterschiede:
• Sölden bleibt Spitzenreiter mit rund 13,9 Mio. Euro Kartenumsatz 
• Obertauern legt besonders stark zu (+43 % Umsatz) 
• Kitzbühel punktet mit mehr Transaktionen, aber kleineren Beträgen 
• Ischgl setzt auf Luxus – hohe Ausgaben pro Zahlung (Ø 249 Euro) 
Die Unterschiede zeigen: Während manche Orte auf Masse setzen, dominieren anderswo Premium-Ausgaben.

Wer nicht digital zahlt, verliert
Für Tourismusbetriebe ist die Entwicklung eindeutig:
Wer keine Kartenzahlung anbietet, riskiert klare Wettbewerbsnachteile.
Vom einfachen Berggasthof bis zum Fünf-Sterne-Hotel gilt heute: Digitale Zahlung ist kein Extra mehr – sondern Pflicht.