Luxus-Boom

Lamborghini feiert Rekordumsatz von 3,2 Mrd. Euro

19.03.2026

Bester Umsatz seit seiner Geschichte. Dennoch Vollbremsung beim ersten Elektro-Lamborghini: "Thema erst wieder nach 2030"

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Der italienische Autobauer Lamborghini hat das Jahr 2025 mit dem besten Umsatz seiner Geschichte abgeschlossen. Dieser kletterte um 3,3 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis betrug 768 Millionen Euro bei einer Profitabilität von 24 Prozent - ein Wert, der im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig ist, was das Unternehmen auf ein komplexes und schwer vorhersehbares makroökonomisches Umfeld zurückführt. Abgesetzt wurden 10.747 Fahrzeuge.

"Das operative Ergebnis wurde von externen Faktoren beeinflusst, insbesondere von negativen Wechselkursschwankungen und der Einführung von US-Zöllen. Die Auswirkungen konnten größtenteils durch eine Verbesserung des Produktmixes und eine sorgfältige Kostenkontrolle abgefedert werden", erklärte Stephan Winkelmann, Chairman und CEO von der Audi-Tochter Lamborghini laut Medienangaben.

© Lamborghini

Erstes vollelektrische Modell erst "nach 2030" erwartet

Winkelmann bestätigte zudem den Stopp des Elektroautos: "Das Interesse der Kunden an dieser Art von Fahrzeug ist im Vergleich zu vor vier Jahren deutlich gesunken, und wir haben unsere Strategie angepasst. Das vierte Modell in der Palette wird ein Plug-in-Hybrid sein, der bis 2030 auf den Markt kommen soll", so Winkelmann. Lamborghini investiere weiterhin in Elektromobilität, doch das erste vollelektrische Modell der Marke wird erst "nach 2030" erwartet.

Die Entscheidung, das Elektroauto vorerst zu stoppen, beruht auf zwei Faktoren: dem deutlich gesunkenen Kundeninteresse sowie der Schwierigkeit, ein solches Fahrzeug emotional ansprechend zu gestalten. "Vor allem der Sound ist das Problem", so Winkelmann.

Obwohl die Forschung und Entwicklung im Bereich Elektromobilität nicht aufgegeben wird, wird über das elektrische 2+2-GT-Modell erst nach 2030 wieder gesprochen, "sofern die Bedingungen es erlauben". Der Fokus liegt derzeit auf Weiterentwicklungen der drei bestehenden Modellreihen.

 

US-Zölle reduzieren Margen

In einem Gespräch mit der Fachpresse erklärte Winkelmann weiter, dass die von den USA eingeführten Zölle die Margen im wichtigsten Markt des Unternehmens (rund 30 Prozent) reduziert haben. Preiserhöhungen konnten diesen Effekt nur teilweise ausgleichen. Um die Auswirkungen der Zölle abzumildern, bleibe daher nur die Expansion auf weitere Märkte. Wie stark die Zölle konkret ins Gewicht fallen, bleibt vertraulich.