Ottakringer steigerte Umsatz deutlich

11.11.2009

Der börsenotierte Wiener Bierbrauer Ottakringer konnte in den ersten neun Monaten mehr Bier verkaufen und lag damit besser als der Markt. Rückgänge gab es beim Absatz von alkoholfreien Getränken. Der Umsatz insgesamt stieg um 6,9 Prozent auf 62,8 Mio. Euro, geht aus einem Zwischenbericht hervor. Für das dritte Quartal wird ein Umsatzplus von 12,7 Prozent auf 22,5 Mio. Euro ausgewiesen.

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Für das Gesamtjahr 2009 erwartet Ottakringer, dass der Umsatz "klar über dem des Vorjahres" liegen werde. Das um Sondereffekte, wie Immobilienverkäufe und Umstrukturierungskosten, bereinigte EGT aus dem Kerngeschäft werde ebenfalls über dem des Vorjahres liegen. Im Geschäftsjahr 2008 hat Ottakringer ein EGT von 4,5 Mio. Euro und einen Umsatz von 77,2 Mio. Euro ausgewiesen.

Am Gesamtmarkt sank der Bierausstoß der österreichischen Brauereien von Jänner bis September um 2,9 % auf 6,4 Mio. hl. Im 3. Quartal gab es laut Ottakringer aber bereits wieder ein Plus von 1,1 % auf 2,3 Mio. Euro Hektoliter. Einen Anstieg gab es in den ersten 9 Monaten nur bei Radler (15,3 %). Den mengenmäßig stärksten Rückgang gab es mit 123.000 hl bzw. 2,9 % bei der Lieblingssorte der Österreicher "Lager/Helles".

Ottakringer konnte bis Ende September den Bierverkauf um 6,7 % auf 468.242 hl steigern, dabei gab es im Inland ein Plus von 6,8 % auf rund 455.000 hl. Der Export legte um 2,9 % auf rund 13.500 hl zu. Bei den alkoholfreien Getränken gab es dagegen ein Minus von 10,1 % auf rund 95.500 hl. Der Gesamtabsatz stieg um 3,4 % auf rund 564.000 hl.

Im 3. Quartal erhöhte sich der Gesamtverkauf um 9,5 % auf rund 197.500 hl, dabei legte Bier um 13,4 % auf rund 162.000 hl zu. Bei den alkoholfreien Getränken gab es ein Minus von 5,4 % auf rund 35.500 hl.

Der Rückgang bei den alkoholfreien Getränken sei vor allem auf den konjunkturbedingten Absatz in der Gastronomie zurückzuführen, schreibt Ottakringer im Zwischenbericht. Beim Umsatz wurde bei alkoholfreien Getränke in den ersten drei Quartalen ein Minus von 5,4 % auf 8 Mio. Euro ausgewiesen. Bei Bier gab es dagegen ein Plus von 10,7 % auf rund 48 Mio. Euro.

Der durchschnittliche Mitarbeiterstand betrug per Ende September 194 Beschäftigte, nach 207 Mitarbeitern per Ende September 2008. Durch die im September von der Hauptversammlung beschlossene Verschmelzung der Ottakringer AG mit der Vöslauer Mineralwasser AG entsteht ein Getränkehersteller mit einem Umsatzvolumen von 160 Mio. Euro. Ottakringer steht nach dem Rückzug von Heineken/Brau Union zu über 90 Prozent im Besitz der Haupteigentümerfamilien, der Rest ist Streubesitz.

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