Experte gegen Gaseinsatz bei der Raumheizung

23.09.2009

Nach Ansicht des Grazer Volkswirts Stefan Schleicher muss die Erdgas-Nutzung in Österreich bis 2020 zurückgehen, um die energiepolitischen Ziele zu erreichen, die sich die EU gesetzt hat.

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Derzeit decke Österreich ein Fünftel seines Energiebedarfs mit Erdgas und ein Viertel durch erneuerbare Energieträger, erklärte Schleicher. Das sei zwar erfreulich - der Trend gebe aber Anlass zur Sorge: "Gas ist dabei, die Erneuerbaren zu überholen."

In Österreich wird Erdgas zu etwa je einem Drittel für Niedrigtemperatur-Wärme (Raumheizung), Stromerzeugung und Fernwärme sowie für die Industrie verwendet. Nach Ansicht Schleichers hat Gas "im Bereich der Niedrigtemperatur-Wärme nichts verloren".

Hier müsse man mehr auf erneuerbare Energien zurückgreifen. "Wir brauchen technologische Quantensprünge im Umgang mit Gas, weil wir künftig mit geringeren Mengen werden auskommen müssen", ist Schleicher überzeugt.

Von den großen Playern auf dem österreichischen Energiemarkt - "die Namen sind allen bekannt" - wünscht sich der Grazer Professor, dass sie darstellen, wie ihre Unternehmenspolitik zu den Energiezielen passt, zu denen sich Österreich im Rahmen der EU bekannt hat.

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