Transparenzbericht
ORF gab 3,95 Millionen für Berater aus
01.04.2026Der ORF veröffentlichte gestern seinen Transparenzbericht. Darin enthalten sind auch die Berater- und Werkverträge des Senders.
Im ORF-Transparenzbericht finden sich auch externe Beratung- und Werkverträge aufgelistet. Im Bericht sind diese angegeben, wenn sie 50.000 Euro übersteigen. Insgesamt fielen für den ORF, laut Transparenzbericht, im vergangenen Jahr für Beraterverträge exakt 3.950.580,35 Euro an.
Best of: Bei den beanspruchten Beratungsleistungen sind etwa diese Posten angeführt:
- Wirtschaftsprüfung/Steuerberatung für insgesamt 853.954,57 Euro
- Rechtsberatung -vertretung, Notariat für in Summe 750.891,92 Euro
- Beratung und Zertifizierung Nachhaltigkeit/Ökologie: 151.208,98 Euro
- Behördliche Gutachten: 37.423,74 Euro
- Beratung und Analyse Politik 18.317,00 Euro
Die Beraterverträge der ORF-Töchter belaufen sich laut Bericht auf ganze 3.373.687,32 Euro. Die ORF-Töchter gaben damit ähnlich viel aus wie die Unternehmensmutter. Hier kommt etwa "Gutachten Bau" auf insgesamt 187.327,64 Euro. Die externe "Beratung allgemein/Workshops" kommt bei den ORF-Töchtern auf 253.561,29 Euro sowie 54.700,00, also auf insgesamt 308.261,29 Euro. Für die Kommunikationsberatung wurden 2025 rund 140.000 Euro ausgegeben.
Mehr als vier Millionen für Werkverträge
Bei den Werkverträgen gab der ORF 155.155 Euro für die Auslandskorrespondenz aus. Der Bereich Redaktion kam auf 82.222,80 Euro. Die "Elektronische Reichweitenmessung Fernsehen" kostete dem Sender 4.019.976,99 Euro. Insgesamt gab der ORF für Werkverträge 4.563.857,43 Euro aus.
ORF-Transparenzbericht: Gagen-Kaiser Pius Strobl
Nach dem Abschied von Ö3-Moderator Robert Kratky aus dem ORF gibt es mit Pius Strobl einen neuen Spitzenverdiener. Er kommt auf 469.000 Euro Bruttojahresgehalt, wie der am Dienstag veröffentlichte ORF-Transparenzbericht offenbart. Strobl, der Ende 2026 in Pension geht, verantwortete u.a. die Sanierung des ORF-Zentrums. Es folgen Roland Weißmann (427.500 Euro), der als ORF-Chef mittlerweile zurückgetreten ist, und ORF-Enterprise-Geschäftsführer Oliver Böhm (349.000 Euro).
Der ORF ist gesetzlich verpflichtet, die Gehälter von jenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern anzuführen, die inkl. Zulagen über 170.000 Euro im Jahr verdienen. In Summe scheinen für 2025 65 Personen auf (inkl. Tochterunternehmen) und damit zehn Personen weniger als 2024. Ausschlaggebend waren laut dem Vorwort zum Bericht insbesondere altersbedingte Abgänge sowie die Inanspruchnahme von Altersteilzeiten.