Immo-Hammer

Wohn-Wahnsinn: In diesen Bezirken explodieren jetzt die Preise

23.03.2026

Die Angebotspreise auf willhaben.at legten in 80 Prozent der 110 untersuchten Bezirke in Österreich wieder zu.

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© getty/Symbolbild
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Wien. Der Immobilienmarkt hat sich im abgelaufenen Jahr - nach der Abkühlungsphase 2023 und 2024 - wieder erholt. "Waren beispielsweise 2023 noch in mehr als der Hälfte der Bezirke fallende Preise an der Tagesordnung, stiegen 2025 in acht von zehn untersuchten Regionen die Angebotspreise wieder", berichtete die Leiterin des Immobilienbereichs bei willhaben.at, Judith Kössner, am Montag mit Blick auf die Auswertung von 230.000 Inseraten von Eigentumswohnungen auf der Immo-Plattform.

Dabei gab es massive Preisausschläge nach oben, aber auch nach unten. Österreichweit am stärksten nachgegeben haben die Quadratmeterpreise in Oberwart (Burgenland) mit einem Rückgang von 17,2 Prozent gegenüber dem Jahr davor auf durchschnittlich 1.856 Euro. Dahinter folgten Tulln (Niederösterreich) mit einem Minus von 14 Prozent auf 4.724 Euro sowie Oberpullendorf (Burgenland) mit minus 12,5 Prozent auf 2.631 Euro, Leoben (Steiermark) mit minus 9,6 Prozent auf 1.779 Euro und Neunkirchen (Niederösterreich) mit minus 6,1 Prozent auf 2.222 Euro.

St. Pölten um gut ein Drittel teurer

Zu kräftigsten Teuerungen bei Wohnungen kam es indes in St. Pölten (NÖ) mit einem Preisanstieg von 35,4 Prozent auf im Schnitt 3.359 Euro pro Quadratmeter, in Gmunden (OÖ) mit plus 27,8 Prozent auf 5.855 Euro, Freistadt (OÖ) mit plus 27,6 Prozent auf 4.286 Euro, Krems Land (NÖ) mit plus 26,6 Prozent auf 4.210 Euro, Wiener Neustadt Land (NÖ)mit plus 24 Prozent auf 3.242 Euro und Dornbirn (Vorarlberg) mit plus 23,4 Prozent auf 6.190 Euro.

Um rund ein Fünftel teurer wurden weiters Rohrbach (OÖ) mit plus 22,1 Prozent auf 3.927 Euro, Eisenstadt mit plus 21,8 Prozent auf 3.480 Euro, Villach (Kärnten) mit plus 21,1 Prozent auf 4.936 Euro und Gänserndorf mit plus 20,7 Prozent auf 4.199 Euro.

Murtal und Lilienfeld am günstigsten

Die österreichweit günstigsten Wohnungen gab es in Murtal (Steiermark) mit 1.481 Euro pro Quadratmeter (plus 2,6 Prozent), Lilienfeld (Niederösterreich) mit 1.585 Euro (minus 2,2 Prozent), Güssing (Burgenland) mit 1.649 Euro (plus 0,7 Prozent), Bruck-Mürzzuschlag (Steiermark) mit 1.688 Euro (minus 1,8 Prozent) und Leoben (ebenfalls Steiermark) mit 1.779 Euro (minus 9,6 Prozent).

Mit Quadratmeterpreisen unter 2.000 Euro fündig wurde man weiters in Oberwart (Burgenland) mit durchschnittlich 1.856 Euro (minus 17,2 Prozent), Zwettl (NÖ) mit 1.891 Euro (minus 1,6 Prozent) sowie Horn (ebenfalls NÖ) mit 1.939 Euro (plus 9,3 Prozent).

Höchstpreise in Wien und Kitzbühel

Höchstpreise im fünfstelligen Bereich pro Quadratmeter wurden nur in Wien-Innere Stadt mit 13.718 Euro und erstmals auch in Kitzbühel (Tirol) mit 10.056 Euro verlangt. Zu den teuersten Pflastern in Österreich gehörten weiters die Wiener Bezirke Wieden (8.618 Euro), Neubau (8.068 Euro), Döbling (7.974 Euro), Alsergrund (7.954 Euro), Mariahilf (7.554 Euro), Hietzing (7.491 Euro), Währing (7.447 Euro), Josefstadt (7.285 Euro), Leopoldstadt (7.121 Euro) und Landstraße (7.093 Euro).

"Alle Landeshauptstädte und so gut wie alle Bezirke in Wien haben sich 2025 preislich nach oben entwickelt", teilte Kössner mit. Das galt nicht für die Wiener Gemeindebezirke Döbling (19. Bezirk) mit einem Preisrückgang von durchschnittlich 1,5 Prozent, Leopoldstadt (2. Bezirk) mit minus 0,9 Prozent und Innere Stadt (1. Bezirk) mit minus 0,7 Prozent.

Bundeshauptstadt großteils teurer

In Wien am stärksten verteuert haben sich Wohnungen in Liesing (23. Bezirk) mit einem Anstieg der Angebotspreise um 18,9 Prozent auf durchschnittlich 5.874 Euro pro Quadratmeter. Gleich dahinter folgten Margareten (5. Bezirk) mit einem Plus von 18,5 Prozent auf 6.963 Euro, Mariahilf (6. Bezirk) mit plus 15,5 Prozent und Hietzing (13. Bezirk) mit plus 14,3 Prozent.

Um jeweils 13,3 Prozent legten die Angebotspreise in Alsergrund (9. Bezirk), Wieden (4. Bezirk) und Landstraße (3. Bezirk) zu. Zweistellige Prozentanstiege gab es weiters in Rudolfsheim-Fünfhaus (15. Bezirk) mit einem Plus von 12,9 Prozent auf 5.487 Euro je Quadratmeter, Brigittenau (20. Bezirk) mit plus 12,1 Prozent auf 5.474 Euro und Neubau (7. Bezirk) mit plus 10,7 Prozent.

Der geringste Preisanstieg in der Bundeshauptstadt wurde in Währing (18. Bezirk) mit plus 1,4 Prozent, Penzing (14. Bezirk) mit plus 2,6 Prozent auf 5.737 Euro, Favoriten (10. Bezirk) mit plus 3,1 Prozent auf 5.140 Euro und Josefstadt (8. Bezirk) mit plus 4,1 Prozent verzeichnet. In den restlichen Bezirken verteuerten sich die Wohnungen zwischen rund 5 und 10 Prozent.