Achtung
Finger weg: Diese Lebensmittel sollten Sie im Mai auf keinen Fall kaufen
06.05.2026Im Mai gibt es endlich wieder eine Vielzahl an frischem Obst und Gemüse! Doch Vorsicht: Nicht alles, was verlockend aussieht, sollte auch schon in Ihrem Einkaufswagen landen. Manche Produkte entpuppen sich bei genauerem Hinsehen als echte Klimakiller oder Geschmacks-Fails.
Der Mai ist ein Übergangsmonat. Die Lagerbestände des Winters verlieren ihre Nährstoffe, während die echten Sommer-Stars einfach noch ein paar Wochen brauchen, um unter der Sonne ihren vollen Geschmack zu entfalten. Deshalb sollten Sie im Supermarkt jetzt besonders aufpassen. Wir verraten, um welche Lebensmittel Sie im Mai noch unbedingt einen großen Bogen machen sollten und warum sich das Warten lohnt.
Erdbeeren
Zwar lachen uns die ersten Beeren im Mai schon massenhaft aus den Plastikschalen an, doch hier ist Geduld gefragt. Echte Freiland-Erdbeeren aus heimischem Anbau haben bei uns meist erst ab Juni ihre wahre Hochsaison. Frühe Erdbeeren stammen im Mai oft aus ressourcenfressendem "geschützten Anbau" (Gewächshäuser oder Folientunnel) oder werden aus Südeuropa importiert. Gedulden Sie sich noch ein paar Wochen, bis Sie regionale Erdbeeren kaufen können. Der Geschmack ist besser und die Umwelt dankt es Ihnen.
Melonen
Ein erfrischendes Stück Wasser- oder Honigmelone gehört zum Sommer wie das Freibad. Aber eben zum Sommer und nicht zum Frühling! Wer im Mai schon zur Melone greift, kauft fast immer Importware mit einer katastrophalen Ökobilanz. Da die Früchte für diese weite Reise oft noch leicht unreif geerntet werden müssen, fehlt ihnen schlichtweg die volle, fruchtige Süße der echten Sommersonne. Warten Sie auf die heißen Monate Juli und August, wenn sonnengereifte europäische Melonen auf dem Markt sind.
Tomaten
Tomaten brauchen für ihr süßes Aroma Licht, Wärme und sehr viel direkte Sonneneinstrahlung. Heimische Freilandtomaten sind in unseren Breitengraden frühestens ab Juli erntereif. Kaufen Sie im Mai "frische" Tomaten, stammen diese meist aus stark beheizten Gewächshäusern. Alternativ kommen die Tomaten aus Südeuropa, wo sie oft unter Plastikplanen mit extrem hohem Wasserverbrauch und teilweise schlechten Arbeitsbedingungen hochgezogen werden.
Äpfel
Ein heimischer Apfel, den Sie im Mai kaufen, wurde im September oder Oktober des Vorjahres geerntet. Damit er im Frühling noch knackig aussieht, verbringt er sieben bis acht Monate in sogenannten CA-Lagern (Controlled Atmosphere) im "Kühlschlaf". Dieses monatelange Kühlen bei spezieller Sauerstoffzufuhr frisst riesige Mengen an Energie. Tatsächlich ist die CO2-Bilanz eines alten heimischen Lagerapfels im Mai oft schlechter als die eines frisch geernteten Apfels, der aus Neuseeland eingeflogen wurde (was ohnehin ein ökologisches No-Go ist!). Tauschen Sie den Apfel im Mai lieber gegen frischen Frühlings-Rhabarber aus.
Kirschen, Pfirsiche und Nektarinen
Kaum klettern die Temperaturen im Mai über 20 Grad, tauchen sie in den Auslagen auf: Kirschen, Pfirsiche und Nektarinen. Sie versprechen den ultimativen Geschmack von Hochsommer, enden zuhause aber meist als bittere und mehlige Enttäuschung. Was Sie im Mai kaufen können, ist Importware, oft aus der Türkei, Südspanien oder Nordafrika. Die österreichische Kirschsaison beginnt – je nach Wetter – frühestens Mitte bis Ende Juni.
Gurken und Paprika
Ein bunter, frischer Salat gehört zum ersten Grillabend im Mai einfach dazu. Freiland-Gurken und Paprika brauchen dauerhaft warme Böden und milde Nächte, Bedingungen, die in Mitteleuropa im Mai noch lange nicht herrschen. Die knackig aussehenden Exemplare im Supermarkt stammen jetzt fast ausnahmslos aus beheizten Gewächshäusern in den Niederlanden oder Spanien. Ein knackiger Salat aus frischen Radieschen, Frühlingszwiebeln, Feld- oder Kopfsalat aus dem Freiland schmeckt mindestens genauso gut und schont unser Klima.