Kundenzuwachs

A1 ist bei uns voll auf Erfolgskurs

10.02.2016

Telekom Austria will 2016 eine halbe Milliarde Euro in Österreich investieren.

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© Reuters
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Die Telekom Austria (TA) hat 2015 einen Jahresüberschuss von 392,8 Millionen Euro eingefahren - nach minus 185,4 Millionen Euro im Jahr zuvor. Ein Grund dafür war auch, dass es dank einer Million neuer Kunden erstmals gelungen ist, die 24 Millionen-Kunden-Marke zu durchbrechen. Die Festnetzanschlüsse stiegen um 23,7 Prozent auf 3.368.300 und auch die Kundenanzahl im Mobilfunk nahm zu. Hier konnte der heimische Marktführer um 3,5 Prozent auf nunmehr 20.710.800 Kunden zulegen. TA-Tochter A1 konnte insgesamt ein schönes Ergebnis einfahren. Der Umsatz legte um 2,2 Prozent auf 2,53 Milliarden Euro zu, das Betriebsergebnis stieg um 166 Prozent auf 418,1 Millionen Euro. Darüber dürfte sich auch die künftige A1-Chefin freuen.

Hohe Investitionen 2016
TA-Chef Alejandro Plater will das teilstaatliche Unternehmen vor allem durch Zukäufe zu einem "relevanten Player in Europa" machen. Das sei eine der wichtigsten Säulen seiner Strategie, sagte Plater am Mittwoch (10. Februar) in Wien bei der Präsentation der Ergebniszahlen für 2015. Ins Kerngeschäft Festnetz, Mobilfunk und Fernsehen werde man weiterhin massiv investieren, kündigte der TA-Chef an.

Wie schon im vergangenen Jahr werde die Telekom auch heuer eine halbe Milliarde Euro in Österreich investieren, kündigte Plater an. Dabei soll vor allem die Geschwindigkeit des Festnetz-Internets für die Kunden erhöht werden, der Bedarf danach sei eindeutig gegeben. Gleichzeitig soll auch das LTE-Mobilfunknetz ausgebaut werden. "In Österreich wollen wir heuer mehr als 90 Prozent der Bevölkerung mit LTE versorgen können, das ist im europäischen Vergleich wirklich gut."

2015 lief alles nach Plan
Der Schwerpunkt der Investitionen soll laut Finanzvorstand Siegfried Mayrhofer auch in den nächsten Jahren in Österreich liegen. "Hier geben wir zwei Drittel des Geldes für Investitionen aus." Die für 2016 geplanten Investitionen könne man aus dem eigenen Budget und dem Cashflow finanzieren. "Wir planen keine Kapitalerhöhung", betonte Plater. 2015 war für die Telekom das erste Jahr seit vielen, in dem "alle Konzernparamenter in die richtige Richtung weisen", wie Mayrhofer erklärte. Und tatsächlich gibt es an den Ergebniszahlen wenig zu kritisieren.

Gröbere Kurskorrekturen seien von ihm nicht zu erwarten, sagte Plater. "Ich glaube nicht an große Restrukturierungspläne." Vielmehr müsse man jeden Tag besser und effizienter werden, "nicht als Programm, sondern als Unternehmenskultur". Der Ausblick für das heurige Jahr ist stabil, die Dividende soll wieder bei 5 Cent je Aktie liegen und der Umsatz um rund ein Prozent zulegen, "trotz Gegenwind durch die neuen Roaming-Regulierung", so Plater.

Mehr Mitarbeiter
Die Anzahl der Mitarbeiter im Gesamtkonzern hat sich im vergangenen Jahr um 8,8 Prozent auf 17.673 Beschäftigte erhöht. In Österreich gab es hingegen einen Rückgang von 1,4 Prozent auf 8.512 Personen. "Dafür hat es Sozialpläne gegeben, die zur Gänze von uns als Unternehmen bezahlt werden, es gibt keinerlei Zuwendungen der öffentlichen Hand", betonte Mayrhofer. Auch heuer wolle man effizienter werden, "es ist aber keine größere Restrukturierung geplant, die über das Tagesgeschäft hinausgeht".

Plater hielt sich bei der Präsentation der Ergebniszahlen strikt an seine Rolle als Vorstandschef. Einen Auftrag an das Management, einen Rückzug von der Börse vorzubereiten, gebe es nicht, so der CEO, "denn solche Aktivitäten werden nicht vom Management durchgeführt. Wir können solche Fragen nicht kommentieren, denn das gehört nicht zu unserem Aufgabenbereich."

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