Schritt für Schritt

Fasten-Guide für Anfänger: So gelingt der Einstieg in die Fastenzeit

18.02.2026

Heute ist Aschermittwoch, der Beginn der Fastenzeit. Sie wollen die nächsten 40 Tage nutzen, um Körper und Geist einen Reset zu verpassen, fühlen sich aber vom bloßen Gedanken an den Verzicht überfordert? Keine Sorge: Mit unseren Profi-Tipps wird der Einstieg kinderleicht.

Zur Vollversion des Artikels
© Getty Images
Zur Vollversion des Artikels

40 Tage Zeit für Veränderung: Fasten bedeutet, für eine bestimmte Zeit auf Nahrung oder bestimmte Lebensmittel zu verzichten. In der westlichen Kirche dauert die Fastenzeit vom Aschermittwoch bis zum Karsamstag, dieses Jahr also vom 18. Februar bis zum 4. April 2026. Doch längst ist Fasten mehr als nur religiöser Brauch. Ob Verzicht auf Süßigkeiten, Fleisch, Alkohol oder echtes Heilfasten, es ist der ideale Zeitpunkt für einen Neustart. Doch wie hält man durch, wenn der Magen knurrt und die Schokolade ruft?

Schritt 1: Die passende Fasten-Methode finden

© Getty Images

Bevor Sie mit dem Fasten beginnen, sollten Sie sich für die Fastenart entscheiden, die am besten zu Ihrem Lebensstil passt. Ob Intervallfasten, Heilfasten oder Saftfasten: Die Auswahl der Fastenmethoden ist riesig. Bevor Sie mit einer Fastenkur starten, überprüfen Sie Ihre körperliche Konstitution. Wenn Sie Vorerkrankungen haben oder unsicher sind, sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.

Schritt 2: Langsam starten

Fasten ist eine große Umstellung für den Körper. Wenn Sie sich zu schnell ins kalte Wasser stürzen, könnte das zu unangenehmen Nebenwirkungen führen. Daher empfiehlt es sich, bereits ein paar Tage vor Beginn der Fastenzeit die Nahrungsaufnahme schrittweise zu reduzieren. Verabschieden Sie sich schon jetzt von schwer verdaulichen Lebensmitteln wie Hartkäse oder fettigem Fleisch. Setzen Sie stattdessen auf Kartoffeln, Reis und Äpfel. So bereiten Sie Ihr System auf den kommenden Verzicht vor.

Schritt 3: Keine Ausnahmen

Es klingt paradox, aber: Gar nichts zu essen ist oft leichter, als ein bisschen zu essen. Sobald Sie sich für eine Fastenmethode entschieden haben, bleiben Sie konsequent. Ein kleines Stück Schokolade hier, ein Gläschen da? Bloß nicht! Selbst ein Kaugummi regt den Speichelfluss an und sendet das Signal „Essen kommt“ an den Magen, der Heißhunger wird dadurch nur noch schlimmer. Bleiben Sie hart, es lohnt sich!

Schritt 4: Viel trinken

© Getty Images

Ihr wichtigster Begleiter in den kommenden Wochen ist die Wasserflasche. Mindestens 2,5 Liter pro Tag sind Pflicht! Flüssigkeit füllt den Magen und dämpft das Hungergefühl. Neben Wasser sind auch ungesüßte Tees oder eine klare Gemüsebrühe dabei helfen gute Alternativen.

Schritt 5: Ablenkung statt Sofa

Wenn Sie nur zu Hause sitzen und an Essen denken, werden Sie scheitern. Das Zauberwort heißt Ablenkung. Eine der besten Möglichkeiten, sich vom Essen abzulenken, ist Bewegung. Gehen Sie spazieren, machen Sie leichte Yoga-Übungen oder genießen Sie die frische Luft. Bewegung stärkt nicht nur den Körper, sondern auch den Geist. Sie können sich auch angeleitete Fastengruppen suchen. Geteiltes Leid ist halbes Leid und geteilter Stolz ist doppelt schön!

Schritt 6: Langsame Rückkehr

Am 4. April ist es geschafft – aber Vorsicht beim „Fastenbrechen“! Wer sofort wieder schlemmt wie vorher, überfordert seinen Körper massiv. Planen Sie zwei bis drei Aufbautage ein, an denen Sie langsam wieder anfangen zu essen. Ein Apfel, eine leichte Suppe, genießen Sie den Geschmack ganz neu. Auch mit Alkohol sollten Sie extrem vorsichtig sein.

Weitere Artikel