Turbulente Zeiten für Pollenallergiker

Gefahr im Anflug

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Allergiker aufgepasst! So überstehen Sie die Pollenzeit
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Es war der zweitwärmste Winter seit Beginn der Messgeschichte. Die Temperaturen sind weiterhin unbeständig. Was das für Pollenallergiker bedeutet und womit sie heuer rechnen müssen sowie Infos zu Diagnose und Therapien, lesen Sie hier! Alle Tipps aus dem neuen gesund&fit Magazin.

Die Nase rinnt, die Augen brennen und das Atmen fällt schwer – rund zwei Millionen Österreicher kennen das Leid der Pollenallergie. Eine Studie der Uni Salzburg mit 500 Schülern zwischen 13 und 21 Jahren zeigt: Über 53 Prozent weisen IgE-Antikörper (Antikörper des Immunglobulins-E) auf und sind somit sensibilisiert. Bei 25 Prozent wurde eine bereits manifestierte Allergie nachgewiesen. Dabei kennen Allergien kein Alter, denn auch bei „Best Agern“ (Anm.: Personen über 50 Jahre) kann es zu ersten Pollen-Sensibilisierungen kommen, die zu den typischen Symptomen führen – diese werden aber meist weniger stark erlebt. Worauf Sie als Pollenallergiker in der kommenden Saison vorbereitet sein sollten, wie Sie die Allergene bestmöglich vermeiden und wie wichtig Frühdiagnose und ­adäquate Therapie sind, erfahren Sie hier!


Gut therapiert ist halb geheilt
Die Behandlung einer Atemwegsallergie umfasst im Wesentlichen drei Säulen: Allergie-Auslöser (s. Kasten S. 17) meiden, Symptome mit antiallergischen Medikamenten lindern und die Krankheitsursache bekämpfen. In der symptomatischen Therapie wird bevorzugt mit Antihistaminika, die abschwellend wirken, und mit Kortison, das die allergische Entzündung hemmt, gearbeitet. Die dritte therapeutische Säule bildet die Spezifische Immuntherapie (SIT), dabei wird die Allergie mit den eigenen Waffen geschlagen – bei der Pollenallergie mit Pollenallergenen. „Das krankmachende Allergen wird über einen Zeitraum von drei Jahren in Form von Spritzen, Tropfen oder Tabletten dem Körper zugeführt. Dabei wird die Dosis langsam gesteigert, wodurch ein Gewöhnungseffekt entsteht, das Immunsystem lernt, die Allergene wieder zu tolerieren. Die Erfolgsquote der Desensibilisierung mittels SIT liegt bei rund 80 Prozent“, so Univ.-Prof. Dr. Reinhart Jarisch, stv. Leiter des Floridsdorfer Allergiezentrums.

Sicher durch die Pollensaison
Pollen, die wir nicht wollen – der warme Winter und die unbeständigen Temperaturen sorgen für ein facettenreiches Aeroallergen-Frühjahr. Wann welche Allergene ihren Höhepunkt erreichen, erfahren Sie unter www.pollenwarndienst.at oder in der gleichnamigen Gratis-App – ein Service der MedUni Wien. Früherkennung ist alles: Deshalb finden Sie online einen Risikotest, der Sie bei ersten Anzeichen zu einer fachärztlichen Kontrolle motiviert. So kann der Frühling kommen!