Dentalphobie
Keine Angst vorm Zahnarzt
Panik und Angstschweiß beim Gedanken an den nächsten Zahnarztbesuch sind für viele Menschen ein Grund, auf gesunde Zähne und ein strahlendes Lächeln zu verzichten. Studien zufolge haben mehr als zwei Drittel aller Menschen Angst vor einem Termin beim Zahnarzt. Etwa jeder Fünfte gilt als stark ängstlich und damit als Angstpatient – bis zu fünf Prozent der Österreicher leiden sogar an einer ausgeprägten Zahnbehandlungsphobie und meiden Zahnarztbesuche gänzlich – doch das muss nicht sein, weiß Zahnärztin Dr. med. dent. Barbara Nierscher. Sie hat ein „Rezept“ gegen diese Angst entwickelt und setzt fein abgestimmte Methoden wie Vollnarkose, Dämmerschlaf oder Lachgas in ihrer Wiener Ordination ein.
Woher kommt die Zahnarzt-Angst?
Dentalphobie kann viele verschiedene Gründe haben – diese sind nicht immer rational. In einigen Fällen beruht die Zahnarztangst auf schmerzhaften Behandlungserfahrungen, die traumatisch im Gedächtnis haften geblieben sind. Manchmal wird Zahnarztangst aber auch innerhalb der Familie weitergegeben: Haben beispielsweise die Eltern große Angst vorm Zahnarzt und scheuen deshalb die Prophylaxe, vermitteln sie diese Abneigung oft auch ihren Kindern, manchmal noch, bevor diese selbst beim Zahnarzt waren. Oft ist es auch schlichtweg das Gefühl von Hilflosigkeit und die Angst, dem scheinbar unvermeidbaren Schmerz ausgeliefert zu sein. Fakt ist: Je länger der Zahnarztbesuch gescheut wird, desto größer in der Folge auch die Angst vor kritischen Äußerungen über den Gebisszustand – ein Teufelskreis, der Betroffene oft zum Verzweifeln bringt. Dabei kann die Angst vor der zahnärztlichen Behandlung nicht nur zu sozialen Konsequenzen führen, sondern auch körperliche Folgen haben. Beispielsweise die Streuung von Bakterien aus Eiterherden an Zähnen in die Blutbahn und deren Ansiedelung z. B. an den Herzklappen oder in Gelenken mit Folge-Entzündungen.
Am besten ab zum Spezialisten
Der erste empfehlenswerte Schritt für Angst-Patienten ist es, sich einen auf Dentalphobie spezialisierten Zahnarzt zu suchen. Einer dieser Spezialisten ist Dr. med. dent. Barbara Nierscher. Eine ihrer Methoden: Lachgas-Anästhesie. Lachgas – klingt nicht nur lustig, sondern ist es auch. Vor allem für den Patienten, denn dieser wird dadurch entspannt und Schmerzen werden reduziert. „Dabei handelt es sich um ein absolut sicheres Verfahren, durch eine genau abgestimmte Lachgas-Sauerstoff-Mischung. Bereits 15 bis 30 Minuten nach der Behandlung kann die Praxis wieder verlassen werden. Ganz ohne Begleitperson oder lästige Nebenwirkungen“, erklärt Dr. Nierscher. Eine Alternative zum Lachgas ist der Dämmerschlaf. „Bei der Behandlung mit Dämmerschlaf ist der Patient vollkommen ,weggetreten‘. Geeignet ist diese Methode für Eingriffe mit mittlerem Behandlungsaufwand, die maximal eine Stunde dauern“, so die Spezialistin.
Vollnarkose: Angst- und schmerzfrei
Ist die Angst so groß, dass selbst Lachgas oder Dämmerschlaf nicht helfen, ist es möglich, die Behandlung in Vollnarkose durchzuführen. „Wir behandeln ungefähr 400 Patienten im Jahr in Narkose und ca. 1.000 Patienten mit Lachgas. Gerade bei kleinen Patienten zwischen drei und zehn Jahren ist eine Behandlung von mehreren Zähnen ohne Vollnarkose nicht denkbar“, erklärt Dr. Nierscher die Vorteile. Unter höchsten Sicherheitsstandards arbeitet sie stets mit zwei Experten, bestehend aus einem Anästhesisten sowie einer Anästhesiefachkraft zusammen, die den Patienten rund um die Uhr betreuen. Dies alles direkt vor Ort in ihrer Praxis. Allerdings: Nach einer Behandlung unter Vollnarkose darf für 24 Stunden nicht aktiv am Verkehrsgeschehen teilgenommen werden. Hier ist eine Begleitperson auf alle Fälle von Vorteil.