Corona

Das macht Covid mit Spermien

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Neue Studie: Schlechtere Spermienqualität nach Covid-Erkrankung.
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Eine Covid-19-Erkrankung kann zu vielfältigen Organschäden führen, auch die Hoden könnten betroffen sein: Wissenschafter der deutschen Justus-Liebig-Universität analysierten die Spermien von 84 Männern unter 40, die einen großteils schweren Covid-Infektionsverlauf hinter sich hatten. Die Marker für Entzündungen und oxidativen Stress in deren Spermien waren im Vergleich zur Kontrollgruppe deutlich höher – ein chemisches Ungleichgewicht, das die DNA und Proteine im Körper schädigen kann.

Spermien bewegen sich langsamer

Im Zuge der Untersuchungen wurde auch eine niedrigere Konzentration und Mobilität der Spermien gemessen. Ob diese Faktoren tatsächlich die Zeugungsfähigkeit beeinträchtigen, muss noch untersucht werden. Noch ist es zu früh, um definitive Schlüsse zu ziehen. Die Studienlage ist derzeit noch unzureichend, um vor einer Schädigung der Reproduktionsfähigkeit eines Mannes zu sprechen: "Diese Ergebnisse gehen über unser derzeitiges Verständnis der Krankheit hinaus. Der Reproduktionsapparat von Genesenden sollte genau analysiert werden, um schwerwiegendere Fortpflanzungsprobleme in Zukunft zu erkennen und zu vermeiden", so die erste Einschätzung der Wissenschaftler.

Weniger Sperma, schlechtere Chancen für die Fortpflanzung

Im Rahmen einer gemeinsamen Studie zwischen dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und der US-Universität Cornell kam man im September des Vorjahres zu einem ähnlichen Ergebnis. Die Wissenschafter kamen zu dem Schluss, dass das Coronavirus neben den Atemwegen, Nieren, Leber und Darm auch die Fortpflanzungsorgane schädigen kann. Die Hoden sind ein potentieller "Hotspot" der Erkrankung, wodurch die Spermienproduktion einen Schwund erleiden könnte.