Grippeimpfung

Österreicher als Influenza-Impfmuffel

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Studie: Seit 2006 nahm die Zahl Impfungen immer weiter ab.
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Die Österreicher sind klassische „Impfmuffel“. Immer weniger Menschen lassen sich gegen die Influenza immunisieren. Der Tiefststand wurde mit nur noch 621.000 verwendeten Vakzine-Dosen in der Saison 2012/2013 erreicht. Dies ergab eine neue Studie der Wiener Sozialmedizinerin Ursula Kunze.

Nur 37 Prozent der Senioren geimpft

„Österreich hat in Sachen Influenza-Immunisierung eine einzigartige Position. Die Impfung wird jedem Menschen empfohlen, besonders für Personen über 50 und Kinder im Alter zwischen sechs Monaten und fünf Jahren. Auf der anderen Seite gehört die Immunisierungsrate in der Allgemeinbevölkerung mit weniger als zehn Prozent zu den weltweit niedrigsten“, stellten die Expertin der MedUni Wien und ihre Co-Autoren in der Fachzeitschrift „Vaccine“ fest. Selbst unter den Senioren liege die Durchimpfungsrate mit rund 37 Prozent schlecht.

Die Kehrseite der Medaille, so Ursula Kunze: „In Österreich gibt es jährlich – bei einer Bevölkerung von rund acht Millionen Menschen – rund 350.000 bis 400.000 Influenza-Erkrankungen im Rahmen durchschnittlicher (saisonaler; Anm.) Epidemien. Wegen des schlechten Beobachtungssystems dürften die Schätzungen ungenau sein. Eine Studie aus der jüngeren Vergangenheit berechnete die Zahl der jährlichen Todesfälle durch Influenza mit rund 1.000 bis 1.200 für den Zeitraum zwischen den Jahr 2001 und 2009 (15,5 Todesopfer pro 100.000 Einwohner).“