Gegenwind

Nach ARD-Aus: Heftige Kritik an Stefan Mross

22.05.2026

Nachdem Stefan Mross die ARD für das eiskalte Aus seiner Kultshow „Immer wieder sonntags“ öffentlich anpatzte, formiert sich nun heftiger Gegenwind aus den eigenen Reihen gegen den Schlagerstar. 

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„Das war eiskalt”, konstatierte Stefan Mross (50) vor wenigen Tagen gegenüber der „Bild“-Zeitung, als er den Moment beschrieb, in dem er vom bitteren Ende der Kultshow „Immer wieder sonntags“ erfuhr. Mehr als zwei Jahrzehnte lang stand er als das prägende Gesicht für das Erfolgsformat vor der Kamera, das nun im Herbst 2026 plattgemacht werden soll. Man habe ihm, so Mross, „knallhart ins Gesicht” gesagt, dass endgültig Schlusspunkt ist. Der Moderator reagierte prompt mit medialen Querschüssen gegen die ARD und tat das Vorgehen der Senderverantwortlichen als „unfair” ab. Doch postwendend mehren sich nun die kritischen Stimmen, die den Spieß umdrehen und Mross mangelnde Selbstreflexion vorwerfen. 

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Die Großwetterlage im öffentlich-rechtlichen Rundfunk präsentiert sich derzeit ohnehin als veritables Krisenszenario. Angesichts drastischer Sparzwänge wurden bereits etliche Sendungen aus dem Programm gekippt, reihenweise verloren TV-Größen ihre Engagements. Dass Stefan Mross ob des Verlusts seines weithin sichtbaren Prunkstücks frustriert ist, stößt bei Branchenkollegen wie Uwe Hübner (65) durchaus auf Verständnis. Der einstige Gastgeber der legendären „ZDF-Hitparade“ bemängelt jedoch die Vehemenz, mit der Mross nun öffentlich gegen die ARD Keile austeilt. „Klar ist das hart”, hielt Hübner via Facebook fest, betonte jedoch im selben Atemzug, dass ein plötzlicher Jobverlust für den Großteil der Bevölkerung zum harten Berufsalltag gehöre. Der 65-Jährige sparte dabei nicht mit Kritik an Mross: „Soll es einem Prominenten dann schonender und gefühlvoller beigebracht werden?”

Keine Krisensicherheit

Für den einstigen ZDF-Publikumsliebling steht fest, dass das Fernsehgeschäft gerade für Moderatoren längst kein krisensicherer Hafen mehr ist und man stets mit dem plötzlichen Kündigungsschreiben rechnen müsse. Diesem permanenten Risiko stehe im Gegenzug eine fürstliche Entlohnung gegenüber. „Und wenn das Geld eben knapp wird, trifft es oft den am schnellsten, der ganz oben auf der Pay-Roll sitzt”, so Hübner in seinem Posting.


 

Dennoch verteilte der Ex-Hitparaden-Chef auch Spitzen in Richtung der Sendeanstalten – schließlich bleibe es immer eine Frage des Stils, wie man den Betroffenen den Laufpass gibt. Als prominente Beispiele für verunglückte Trennungen nannte er Max Schautzer (†84), der vor Mross durch „Immer wieder sonntags“ geführt hatte und erst via Presse von seiner Demontage erfuhr, sowie Andy Borg (65), der im Jahr 2015 ähnlich unsanft beim „Musikantenstadl“ vor die Tür gesetzt worden war.

Schwere Vorwürfe von Event-Manager: „Ich war fassungslos“

Der Gegenwind für Stefan Mross flaut damit jedoch nicht ab; er bläst ihm nun auch aus der Eventbranche ins Gesicht. Auf Facebook rechnete Andreas Lambeck, Geschäftsführer der Ahrtal Marketing GmbH und früherer Chef von „sonnenklar.tv“, unbarmherzig mit dem angezählten ARD-Star ab. Dass ausgerechnet Mross den TV-Kuratoren mangelnde Empathie unterstellt, stößt bei Lambeck auf Unverständnis. Er rief eine geplatzte Zusammenarbeit aus dem Vorjahr in Erinnerung: Im November 2025 hätte Mross eigentlich als Starmoderator durch die feierliche Gala „Ahrwein des Jahres“ führen sollen – erteilte den Organisatoren jedoch magere elf Stunden vor Veranstaltungsbeginn eine rüde Absage per WhatsApp-Nachricht.

 

„Trotz vertraglicher Vereinbarungen und intensiver Absprachen hast Du Dich danach nicht mehr gemeldet”, attackiert Lambeck den Musiker öffentlich. „Ich war in diesem Moment komplett hilf- und fassungslos. Ich habe versucht, Dich zu erreichen – erfolglos. Du hast sogar meine Handynummer blockiert. Ohne Angabe von Gründen einfach abgesagt!” Dass Mross nun am eigenen Leib erfahren musste, wie sich ein unschönes und abruptes Karriere-Aus anfühlt, verbucht der Tourismusmanager lapidar unter der Rubrik „Karma”.

Während Stefan Mross zu den jüngsten Vorwürfen bislang beharrlich schweigt, sorgt das angekündigte Aus von „Immer wieder sonntags“ in der Schlagerwelt weiterhin für reichlich Gesprächsstoff. So äußerte sich unter anderem Volksmusik-Ikone Margot Hellwig besorgt und bangt öffentlich um die Zukunft von Stefan Mross.