Ende einer Ära

Aus für „Immer wieder sonntags“ – Mross-Ex Stefanie Hertel findet deutliche Worte

Nach dem überraschenden Aus der Kult-Show „Immer wieder sonntags“ bricht Stefanie Hertel ihr Schweigen und liefert eine ebenso wehmütige wie scharfe Analyse über den Niedergang des klassischen Fernsehens. 

Ein Paukenschlag erschüttert die deutschsprachige Unterhaltungslandschaft: Nach über drei Jahrzehnten flimmert das Erfolgsformat „Immer wieder sonntags“ demnächst zum letzten Mal über die Bildschirme. Damit verliert nicht nur das Publikum eine liebgewonnene Tradition, sondern auch Moderator Stefan Mross (50) nach zwei Jahrzehnten sein berufliches Wohnzimmer. Während sich der Entertainer selbst noch in Schweigen hüllt, zeigen sich Weggefährten und Familie tief bewegt von dieser Zäsur.

Mehr lesen:

„Sehr schade“: Ex-Frau und Tochter nehmen Stellung

Am Rande einer Veranstaltung äußerten sich Stefanie Hertel (46) und die gemeinsame Tochter Johanna Mross (24) erstmals zum Ende der Kult-Show. Trotz der privaten Trennung der Eltern schwingt bei der Beurteilung des beruflichen Aus von Stefan Mross spürbare Wehmut mit. Gegenüber dem Magazin „Die 2“ erklärten Mutter und Tochter unisono: „Das ist sehr schade.“ 

Johanna Mross, die mit der Sendung quasi aufgewachsen ist, bemühte sich jedoch um einen realistischen Blick in die Zukunft. Wo eine Tür zugehe, öffne sich bekanntlich eine andere, so die 24-Jährige, die damit den Blick nach vorne richtet.


 

Das lineare Fernsehen im Wandel

Stefanie Hertel sieht das Ende der Sendung indes als Symptom einer tiefergehenden Krise des klassischen Mediums. Die TV-Landschaft befinde sich in einem radikalen Umbruch, dem immer mehr Traditionsformate zum Opfer fallen: „Was in der Fernsehwelt generell passiert: Man sieht, dass so viele Sendungen immer wieder abgesetzt werden. Was soll man dazu sagen? Das Fernsehen verändert sich, das lineare TV wird immer weniger.“

Der Abwanderung des Publikums in Richtung Streaming-Dienste falle nun ein weiteres Stück Kulturgut zum Opfer – eine Entwicklung, die für Künstler und Produzenten gleichermaßen ernüchternd sei.


 

Ein herber Verlust für den Nachwuchs

Nicht nur im engsten Familienkreis, auch unter Kollegen herrscht Bestürzung. Schlagersänger Tom Mathis betonte auf Instagram die fundamentale Bedeutung der Show für aufstrebende Talente. Für ihn und viele andere war die Bühne bei Stefan Mross ein „einzigartiges Sprungbrett“. Das Aus der Sendung wertet er daher als „immensen Verlust für die Kultur“.

Mit dem Ende von „Immer wieder sonntags“ verliert der Schlager eine seiner wichtigsten Plattformen – und Stefan Mross steht vor der Herausforderung, sich nach 20 Jahren in der Sonntags-Matinee neu zu erfinden.

Fehler im Artikel gefunden? Jetzt melden.
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten