Das erfrischend-säuerliche Stangengemüse hat gerade Hochsaison und darf in der Frühlingsküche nicht fehlen. Doch Vorsicht! Ein alltäglicher Handgriff in der Küche kann die leckeren Stangen vergiften. Wer bei der Lagerung und Zubereitung einen häufigen Fehler macht, setzt seine Gesundheit aufs Spiel.
Ob als saftiger Blechkuchen, süßes Kompott oder fruchtiges Chutney: Rhabarber ist ein köstlicher und gesunder Frühlingsbote, doch in der Küche ist Vorsicht geboten. Ein fataler, aber leider weit verbreiteter Fehler bei der Aufbewahrung kann den vermeintlichen Fitmacher nämlich schnell gefährlich machen: Wer Rhabarber falsch lagert, riskiert, dass er giftig wird. Wir verraten, worauf Sie unbedingt achten müssen, damit der Genuss nicht zur Gefahr wird.
Giftige Kombi: Rhabarber und Alufolie
Haben Sie noch ein paar rohe Stangen übrig oder wollen Sie das fertige Rhabarberkompott im Kühlschrank abdecken? Greifen Sie jetzt bloß nicht zur Alufolie. Was bei vielen anderen Lebensmitteln ein praktischer Küchenhelfer ist, verwandelt Rhabarber in ein echtes Gesundheitsrisiko.
Der Grund dafür: Rhabarber ist von Natur aus extrem reich an der Oxalsäure. Kommt diese starke Säure in direkten Kontakt mit Aluminium (sei es durch Alufolie zum Abdecken oder durch einen Kochtopf aus Aluminium), wird eine chemische Reaktion in Gang gesetzt. Die Säure greift das Metall an und löst Aluminium-Ionen aus der Folie oder dem Topf heraus. Das Erschreckende: Diese unsichtbaren Partikel wandern direkt in Ihr Essen.
Das passiert im Körper
Wer den mit Aluminium angereicherten Rhabarber isst, riskiert auf Dauer ernsthafte gesundheitliche Schäden. Zwar kann ein gesunder Körper kleine Mengen ausscheiden, doch bei einer zu hohen Dosis reichert sich das Leichtmetall über die Zeit im Körper an, beispielsweise in den Knochen oder der Lunge.
Die Verbraucherzentrale und Ernährungsexperten warnen ausdrücklich: Eine zu hohe Aluminiumbelastung kann das Nervensystem, die Nierenfunktion sowie die Knochenentwicklung und die Fruchtbarkeit schädigen. In der Wissenschaft steht Aluminium zudem immer wieder im Verdacht, schwere Krankheiten wie Alzheimer und Brustkrebs zu begünstigen.
So lagern und bereiten Sie Rhabarber richtig zu
Damit Sie die süß-saure Rhabarber-Saison völlig gefahrlos und unbeschwert genießen können, sollten Sie diese Küchenregeln beachten:
Richtig lagern
Wickeln Sie frische Rhabarberstangen direkt nach dem Kauf in ein feuchtes Baumwolltuch und legen Sie sie ins Gemüsefach des Kühlschranks. So trocknen sie nicht aus und bleiben tagelang knackig frisch.
Alternativen zur Alufolie
Nutzen Sie zum Abdecken von Resten oder Rhabarberkuchen stattdessen Frischhaltefolie, Bienenwachstücher oder füllen Sie alles in unbedenkliche Edelstahldosen und Glasbehälter um.
Das richtige Kochgeschirr
Kochen Sie Rhabarber ausschließlich in Töpfen aus Edelstahl, Glas oder Emaille, Aluminiumtöpfe sollten im Schrank bleiben. Wenn Sie das Aluminium aus dem Spiel lassen, können Sie Rhabarberkuchen und Co. ohne schlechtes Gewissen in vollen Zügen genießen.