Heiß begehrt!

Nach Final-Coup: Nächster Top-Klub jagt Glasner

Die Glasner-Aktie explodiert am internationalen Trainermarkt! Kaum führte Oliver Glasner Crystal Palace sensationell ins Finale der Conference League, läuft der Poker um den Österreicher auf Hochtouren. England, Deutschland – und jetzt mischt plötzlich auch die Türkei mit.

Der Poker um den Oberösterreicher läuft längst auf Hochtouren – auch weil bereits feststeht, dass Glasners Zeit bei Crystal Palace im Sommer endet. Doch bevor der 51-Jährige die „Eagles“ verlässt, will er dem Premier-League-Klub noch ein Denkmal setzen. Mit dem 2:1 gegen Schachtar Donezk führte Glasner Palace erstmals in der 121-jährigen Vereinsgeschichte in ein internationales Finale. Am 27. Mai wartet in Leipzig das Conference-League-Endspiel gegen Rayo Vallecano – und dort könnte der Ex-Ried-Trainer endgültig in die Geschichtsbücher eingehen.

Happel-Marke wartet

Denn Glasner jagt jetzt die nächste österreichische Trainer-Legende. Nach dem Europa-League-Triumph 2022 mit Eintracht Frankfurt, dem sensationellen FA-Cup-Sieg und dem Gewinn des Community Shield mit Crystal Palace könnte er mit einem weiteren Europacup-Titel mit Ernst Happel gleichziehen. Die Ikone des österreichischen Fußballs gewann zweimal den Meistercup – 1970 mit Feyenoord und 1983 mit dem HSV. Zwei internationale Titel holte aus der österreichischen Trainerriege sonst nur der gebürtige Ungar Bela Guttmann mit Benfica.

Glasner: »Ich hätte nie dran gedacht«

Besonders verrückt: Eigentlich hätte Palace gar nicht in der Conference League spielen sollen. Wegen eines UEFA-Rechtsstreits rund um die Multi-Club-Ownership-Regeln wurden die Londoner von der Europa League in den kleineren Bewerb zurückgestuft. Jetzt steht Glasner trotzdem plötzlich vor dem größten internationalen Triumph der Vereinsgeschichte.

Nach dem Finaleinzug zeigte sich der Erfolgstrainer emotional wie selten zuvor. Vor dem Halbfinal-Rückspiel habe er noch mit Klubchef Steve Parish gesprochen. Dass Crystal Palace einmal in einem Europacup-Finale stehen würde, sei vor wenigen Jahren – und selbst noch vor wenigen Wochen nach einer Negativserie von zwölf Pflichtspielen ohne Sieg – völlig unvorstellbar gewesen. „Solche Momente kannst du nicht kaufen, die musst du dir verdienen. Als wir vor drei Jahren erstmals miteinander gesprochen haben, hätte ich nie daran gedacht“, sagte Glasner. 

Besiktas streckt Fühler aus

Während Palace vom ganz großen Titel träumt, brodelt hinter den Kulissen längst die Gerüchteküche. In England gilt Chelsea weiterhin als heißer Kandidat. Die „Blues“ sollen ihre Trainerfrage im Sommer neu aufrollen – Glasner wird rund um Stamford Bridge seit Wochen gehandelt. Auch in Deutschland ist der Ex-Frankfurt-Coach längst wieder Thema. Laut „Bild“ zählt Glasner neben Ex-Chelsea-Star Filipe Luis zu den Kandidaten bei Bayer Leverkusen. Dort soll der Stuhl von Trainer Kasper Hjulmand gefährlich wackeln.

Und jetzt mischt plötzlich auch noch die Türkei mit. Seit Donnerstag wird auch Besiktas Istanbul mit Glasner in Verbindung gebracht. Wie Moderator Ali Ece bei „On Dijital“ berichtet, soll es innerhalb des Traditionsklubs zahlreiche Befürworter für den Österreicher geben. Besonders seine aggressive Dreierkette und sein intensive Spielstil sollen die Bosse begeistern. Klar ist längst: Glasner gehört aktuell zu den begehrtesten Trainern Europas. Während Crystal Palace noch vom größten Titel der Vereinsgeschichte träumt, kämpfen hinter den Kulissen bereits mehrere Top-Klubs um die Zukunft des Österreichers.

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