Rund 80 Musikschaffende wehren sich gegen das geplante Ende der beliebten Unterhaltungsshow „Immer wieder sonntags“. Bei einem Treffen in Donzdorf wurde nun offiziell Protest gegen die Absetzungspläne laut.
Die letzte Staffel der Familienshow mit Moderator Stefan Mross startet am Sonntag, 31. Mai, 10:03 Uhr. Am Vorabend der „Stauferkrone“ machten Interpreten, Produzenten und Komponisten ihrem Ärger über das drohende Aus der Sendung Luft, wie schlager.de berichtet. Die Beteiligten fordern, dass Schlager und volkstümliche Musik weiterhin einen festen Platz im öffentlich-rechtlichen Rundfunk behalten müssen.
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Branche befürchtet schweren Verlust
Laut Rüdiger Gramsch, dem Initiator des Protests , wäre das Ende der Show mehr als nur das Aus für eine TV-Sendung. Seit über zwei Jahrzehnten dient das Format als wichtige Bühne, von der besonders Nachwuchstalente profitieren. Viele Gewinner der „Stauferkrone“ konnten dort ihre Musik erstmals einem Millionenpublikum präsentieren.
Kritik an den Sparplänen
Der Protest richtet sich direkt gegen die Spitze von SWR und ARD . Die Teilnehmer fordern folgende Maßnahmen:
- Die Weiterentwicklung statt einer Absetzung der Show.
- Die Schaffung neuer TV-Formate für Schlagermusik.
- Eine stärkere Förderung von Live-Auftritten.
Claudia Jung und Stefan Mross
Fans und Künstler entsetzt
Dass die Sendung nach 31 Jahren im Jahr 2027 eingestellt werden soll, sorgt bereits seit Wochen für Unmut. Auch im SWR-Rundfunkrat gibt es kritische Stimmen. Mitglied Peter Seiler betonte jedoch, dass letztlich die Redaktion über die Zukunft entscheide und der Rundfunkrat hier keine direkte Einflussmöglichkeit habe. Für die Fans bleibt die Show vorerst unverzichtbar.