Keine Ruhe
Staatsanwaltschaft legte Beschwerde gegen Jimi-Blue-Diversion ein
31.03.2026Für den deutschen Schauspieler und Musiker Jimi Blue Ochsenknecht ist die Justiz-Causa rund um eine nicht bezahlte Hotelrechnung in Höhe von rund 14.000 Euro offenbar doch noch nicht ganz ausgestanden.
Nachdem der Betrugsprozess gegen den 34-Jährigen im August 2025 am Landesgericht Innsbruck diversionell gegen auferlegte Zahlung einer Geldbuße über 18.000 Euro erledigt worden war, legte die Staatsanwaltschaft Innsbruck nun Beschwerde gegen die Einstellung des Verfahrens ein.
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Staatsanwaltschaftssprecher Hansjörg Mayr bestätigte der APA einen Bericht der Online-Ausgabe der "Tiroler Tageszeitung" vom Dienstag. Ochsenknecht bezahlte inzwischen die 18.000 Euro in Raten, daraufhin erfolgte der Beschluss auf Einstellung des Verfahrens durch das Gericht. Dagegen stand der Staatsanwaltschaft noch ein Rechtsmittel zu, wovon sie auch Gebrauch machte. Die Anklagebehörde hatte sich bereits im Prozess gegen die vom Anwalt Ochsenknechts beantragte Diversion ausgesprochen.
Die Beschwerde geht nun an einen Strafsenat des Innsbrucker Oberlandesgerichts (OLG). Dieses werde - wie in solchen Fällen üblich - schriftlich entscheiden, erklärte Staatsanwaltschaftssprecher Mayr. Wird der Beschwerde Folge gegeben, kommt es wieder zu einem Strafprozess, der dann mit einem Urteil enden wird. Wird die Gerichtsentscheidung jedoch bestätigt, ist die Diversion endgültig rechtskräftig.
"Diversionsvoraussetzungen liegen nicht vor"
"Wir sind der Meinung, dass die Diversionsvoraussetzungen nicht vorliegen. Der Angeklagte war zum Vorwurf des Betruges nicht geständig", begründete Mayr unter anderem die Beschwerde. Auch habe das "Nachtatverhalten" nicht den Voraussetzungen entsprochen.
Der Sohn von Schauspiellegende Uwe Ochsenknecht und Reality-TV-Star soll - nach einer mehrtägigen Geburtstagsfeier im Jahr 2021 - eine Rechnung bei einem Tiroler Hotel in der Höhe von knapp 14.000 Euro nicht bezahlt haben. Ochsenknecht hatte sich bei der Verhandlung in Innsbruck geständig gezeigt: "Ich will die Verantwortung dafür übernehmen, dass ich nicht bezahlt habe", sagte er im vergangenen August. Zuvor war der Deutsche im Juni über einen europäischen Haftbefehl in Hamburg festgenommen worden, anschließend bezahlte er die offene Hotelrechnung. Ochsenknecht kam jedoch in Auslieferungshaft und wurde nach Innsbruck überstellt. Dort wurde zwar die Untersuchungshaft über ihn verhängt. Der Schauspieler wurde jedoch gegen eine Kaution in Höhe von 15.000 Euro und unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt.