Bitterböse Abrechnung

Becker: "Sandy liebte nur das Rampenlicht"

26.09.2013

Aufreger-Buch: Nach Ex-Frau Babs kriegt Sandy Pocher ihr Fett ab.

Zur Vollversion des Artikels
© Getty Images
Zur Vollversion des Artikels

Knallhart rechnet Ex-Tennisstar Boris Becker in seiner Autobiographie Das Leben ist kein Spiel mit seinen Frauen ab. Nach Ex-Frau Babs (in einem ersten Auszug packte er darüber aus, wie sie ihn schlug) ist nun seine ehemalige Verlobte Sandy Pocher an der Reihe. Wie zu erwarten findet er nicht gerade nette Worte: Nachdem die Phase des Frisch-verliebt-Seins vorüber war, merkte er schnell, dass seiner Verlobten das Rampenlicht viel wichtiger war als er.

Liebte Aufmerksamkeit
"Die große offizielle Verlobungsfeier fand im Restaurant Käfer in München statt. Und da gingen die Probleme los. Ich wollte das Ganze eher in einem kleineren Rahmen halten, sehr privat und familiär. Aber Sandy und ihr bester Freund Florian stellten sich ein Schaulaufen mit Presse, Fotografen und dem ganzen Schnickschnack vor. Das war aber so ziemlich das Letzte, was ich brauchte", erinnert sich Becker, dass ihm an diesem Abend ein Licht aufging. Zum ersten Mal erkannte er, wie sehr es Sandy gefiel, im Mittelpunkt zu stehen. "Sandy hingegen schien die Aufmerksamkeit richtig zu genießen. Diesen Rummel kannte sie ja bis dahin nicht. Ich hatte den Eindruck, dass ihr die Inszenierung dieses Festes fast wichtiger war als die Verlobung selbst."

Während sie das Rampenlicht an seiner Seite schätzte, interessierte seine Karriere sie weniger. Wenn er ein Turnier hatte, schlief sie lieber länger, statt mit ihm zu frühstücken. Boris' Gefühle kühlten schnell ab. "Mit Verliebtheit hatte das nicht mehr viel zu tun. Sandy telefonierte ständig mit ihrer Münchner Managerin. Und bei mir verstärkte sich der Verdacht, dass es darum ging herauszufinden, wie man denn nun den neuen Ruhm als Boris-Becker-Verlobte möglichst gewinnbringend und öffentlichkeitswirksam umsetzen könnte," heißt es in seiner Biografie, von der die Bild-Zeitung schon vorab einen kleinen Vorgeschmack gibt. "Ich musste erkennen, dass sie nur noch ihr Ding durchziehen wollte. Raus ins Rampenlicht, Party hier , Interviews da. Rote Teppiche, Champagner, Sandy auf der Erbse. Allem Anschein nach genoss sie ihre neue Popularität als Becker-Verlobte in vollen Zügen," musste der Sportler damals feststellen.

Schließlich wurde es Boris zu viel - nach 83 Tagen Verlobung machte er Schluss statt zu heiraten.

© Reuters

Zur Vollversion des Artikels
Weitere Artikel