Untreue

Carlos Santana: Seine Ex bricht nach 20 Jahren das Schweigen über ihr Ehe-Drama

08.04.2026

Der Musiker surfte auf der Erfolgswelle, während seine Ehefrau 34 Jahre lang in einem goldenen Käfig lebte, bis sie ausbrach. In ihren Memoiren packt Deborah Santana jetzt über die schwierigste Entscheidung ihres Lebens aus. 

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Während Carlos Santana als „Gitarrengott“ die Stadien der Welt in Ekstase versetzte, welkte hinter den Kulissen eine Liebe, die über drei Jahrzehnte hinweg zur unerträglichen Last wurde. Fast 20 Jahre nach dem medienwirksamen Ehe-Aus bricht Deborah Santana nun ihr Schweigen. In ihren brandneuen Memoiren zeichnet die 75-Jährige das Bild einer Ehe, die zwischen Welterfolg, Untreue und der verzweifelten Suche nach dem eigenen Ich zerbrach.

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Carlos Santana (78) ist eine lebende Legende. Mit seinem unverwechselbaren Mix aus Rock und lateinamerikanischen Rhythmen schrieb er Musikgeschichte, sammelte Grammys wie andere Briefmarken und schuf mit Alben wie „Supernatural“ den Soundtrack einer ganzen Generation. Doch während er die Saiten seiner Gitarre zum Singen brachte, verstummte in seinem Zuhause die Harmonie. 34 Jahre lang waren er und die Aktivistin Deborah Santana verheiratet (1973–2007) – eine Zeitspanne, die Deborah heute als „goldenen Käfig“ aus Misstrauen und Entfremdung beschreibt.

Das Gewicht gebrochener Versprechen

In ihrem Buch „Loving the Fire: Choosing Me, Finding Freedom“, das im April 2026 für Schlagzeilen sorgt, findet Deborah Worte, die unter die Haut gehen. Die schleichende Entfremdung machte sie symbolisch an ihrem Ehering fest. „Das Gewicht der Eheringe an meiner linken Hand wurde plötzlich schwer“, schildert sie den Moment der Erkenntnis.


 

Die diamantbesetzten Ringe seien angelaufen gewesen – für sie ein mahnendes Zeichen für die „gebrochenen Versprechen“ ihrer Ehe. In einem Akt stiller Rebellion legte sie den Schmuck ab und ersetzte ihn durch einen Platinring, der ihr eigenes inneres Licht symbolisieren sollte. Carlos, so notiert sie wehmütig, habe diesen Wechsel vermutlich nicht einmal bemerkt. Er selbst hatte seinen Ring bereits Jahre zuvor abgelegt – mit der pragmatischen Begründung, er könne sonst nicht richtig Gitarre spielen.

Ein Wohnzimmer-Drama in Moll

Die Trennung im Jahr 2007 war kein plötzlicher Knall, sondern das bittere Ende einer jahrelangen inneren Zerrissenheit. Deborah sehnte sich nach einem Leben ohne den ständigen Schatten des Verdachts auf Carlos' Untreue. Als sie schließlich den Mut aufbrachte, das alles entscheidende Gespräch zu suchen, fand sie ihren Mann dort, wo er sich am liebsten aufhielt: versunken in sein Spiel auf der Gitarre. „Ich kann so nicht weitermachen“, durchbrach sie die Melodie. „Ich glaube nicht, dass du mir treu sein kannst und nicht mit anderen Frauen schläfst. Das ist zu schmerzhaft für mich.“

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Die Schilderung dieses Moments ist von dramatischer Intensität: Carlos Santana, das Gesicht „gespenstisch blass“, brachte kaum mehr als ein geflüstertes „Deb…“ hervor. Während er anbot, selbst aus dem gemeinsamen Haus auszuziehen, hatte Deborah längst Tatsachen geschaffen. Die Wohnung war bereits gemietet, der Entschluss zur Flucht in die Freiheit unumkehrbar.

„Ich ließ los, damit ich überleben konnte“

Der endgültige Auszug am 10. März 2007 glich einer Demontage ihres bisherigen Lebens. Jedes gepackte Geschirrteil markierte das Ende einer Ära, in der sie drei gemeinsame Kinder – Salvador (42), Stella (40) und Angelica (35) – großgezogen hatten. Heute, mit dem Abstand von zwei Jahrzehnten, blickt Deborah Santana ohne Reue zurück. Ihr Fazit ist so klar wie schmerzhaft: Sie musste ihren Lebenspartner loslassen, um selbst überleben zu können.