Unverständnis
Nach „Entsorgungs“-Vorwurf: Reinhold Messners Sohn wehrt sich
19.05.2026Im Ö3-"Frühstück bei mir" behauptete der Bergsteiger, dass seine Kinder ihn einfach "abgeschoben" hätten. Sein Sohn Simon kann nicht verstehen, warum Reinhold Messner so etwas sagt.
Als Alpinist stand Reinhold Messner auf den höchsten Gipfeln der Erde und trotzte jeder Gefahr, doch im Privatleben des mittlerweile 81-Jährigen tun sich derzeit tiefe und schmerzhafte Abgründe auf. Nach seinen jüngsten, bitteren Aussagen im Ö3-Radioformat „Frühstück bei mir“ schießt nun sein Sohn Simon (36) zurück und zeichnet ein völlig anderes Bild einer zerrütteten Familiendynamik.
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Der Vorwurf der „Entsorgung“ im Radio
Der erbarmungslose Streit zwischen der Bergsteiger-Legende und seinen vier Kindern – den Töchtern Layla, Magdalena und Anna-Juditha sowie Sohn Simon – schwelt bereits seit Jahren, erreicht nun jedoch eine neue Stufe der medialen Härte. Reinhold Messner fühlt sich von seiner Nachkommenschaft regelrecht im Stich gelassen, nachdem er ihnen beträchtliche Teile seines Vermögens überschrieben hatte. Im Radio fand er dafür drastische Worte. „Es schmerzt mich, dass sie mein Lebenswerk nehmen und sagen: ‚Der Alte ist eh zu nichts mehr fähig.‘ (...) Ich wurde entsorgt!“
Bereits vor zwei Jahren hatte der Südtiroler öffentlich bekundet, wie tief ihn das Verhalten seiner Familie enttäuscht habe und dass er die großzügigen Schenkungen zu Lebzeiten zutiefst bereue. Für den Patriarchen bleibt es eine Wunde, die einfach nicht heilen will.
Sohn Simon bricht sein Schweigen: „Er hat sich uns entzogen“
Auf diese schweren Anschuldigungen reagiert nun Simon Messner, der als Alpinist und Molekularbiologe in die Fußstapfen seines Vaters getreten ist, zutiefst getroffen. Gegenüber der BILD-Zeitung wies er die Darstellung des Vaters entschieden zurück und betonte, wie unendlich weh diese Unwahrheiten tun würden. Es stimme schlichtweg nicht, dass die Geschwister den Vater entsorgt hätten. Vielmehr sei das Gegenteil der Fall. „Er hat sich uns entzogen. Ich vermisse meinen Vater jeden Tag“, so der 36-Jährige.
Simon Messner, der von seinem Vater zwei Bauernhöfe in Südtirol überschrieben bekam, stellt klar, dass er um diese Anwesen nie gebeten habe. Dennoch gebe er nun alles, um den Erhalt dieser geschichtsträchtigen Immobilien zu sichern – eine Aufgabe, die ohnehin eine enorme Herausforderung darstelle. Die harten Worte des Vaters seien für die Geschwister unbegreiflich, da man sich schon lange nach einer Versöhnung sehne. Doch jeder Annäherungsversuch per Brief oder Telefon sei bisher ignoriert worden. „Es kam keine Reaktion. Meine Geschwister und ich wissen nicht, warum. Es ist unerträglich und unbegreiflich“, schildert Simon die verfahrene Situation.
Millionen-Erbe und eine neue Liebe
Ein Rückblick auf das Jahr 2019 zeigt, dass die Wurzeln des Konflikts ausgerechnet in einer gut gemeinten Geste liegen. Damals entschloss sich Reinhold Messner, sein Vermögen von geschätzten 30 bis 40 Millionen Euro inklusive zahlreicher Immobilien vorzeitig aufzuteilen, um künftige Erbstreitigkeiten nach seinem Ableben zu verhindern. Getroffen hat es das genaue Gegenteil: Messner klagt heute, er habe dadurch seine Kinder verloren, dürfe sein eigenes Museum nicht mehr betreten und bereue den Schritt zutiefst.
Laut Simon Messner nahm das Familiendrama seinen Anfang in der Trennungsphase der Eltern, die sich 2019 nach langen Jahren scheiden ließen. Danach fand der Altmeister in der 46-jährigen Luxemburgerin Diane Schumacher eine neue Liebe, die er 2021 ehelichte.
Für die Kinder markiert diese Wende den endgültigen Bruch. „Ganz verloren haben wir unseren Vater, als er seine jetzige Ehefrau kennenlernte. Wir erreichen ihn nicht mehr“, so der Sohn ernüchtert. Davon seien jedoch nicht nur die eigenen Kinder betroffen, sondern ein Großteil von Messners einstigem Leben: Geschwister, enge Vertraute, Freunde und langjährige Mitarbeiter stünden seither vor verschlossenen Türen. Während das alte Umfeld eng zusammenhalte, fehle Reinhold im gemeinsamen Kreis. Dennoch stirbt die Hoffnung zuletzt: „Wir hätten Reinhold gerne zurück. Er fehlt uns.“