Reinhold Messner (81) spricht seit Jahren offen über die schwierige Lage innerhalb seiner Familie.
Bereits 2019 hatte Messner große Teile seines Vermögens noch zu Lebzeiten an seine Kinder Layla, Magdalena, Simon und Anna Juditha übertragen. Rückblickend bereut er diesen Schritt heute deutlich. Beim "Frühstück bei mir“ auf Ö3 sagt er nun: „Ich war so naiv, dass ich gedacht habe, ich gebe mit warmen Händen.“ Statt Dankbarkeit habe die Vermögensübertragung jedoch zu Konflikten geführt. „Sobald sie alles hatten, kam sofort der Versuch, mich auszugrenzen und Diane auszugrenzen“, erklärte Messner mit Blick auf seine dritte Ehefrau Diane, mit der er seit 2021 verheiratet ist.
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Besonders schmerzhaft sei für ihn, dass er sich inzwischen sogar aus seinem eigenen Lebenswerk ausgeschlossen fühle. „Ich wurde entsorgt!“, sagte der Extrembergsteiger. Zum Familienvermögen gehören unter anderem Immobilien in Südtirol, Bergbauernhöfe sowie das Schloss Juval mit dem dortigen Messner Mountain Museum.
Streit ums Erbe
Nach Angaben Messners verschlechterte sich das Verhältnis innerhalb der Familie nach der Erbregelung zunehmend. „Die Frage, wer mehr bekommen hat, stand im Vordergrund“, erklärte er. Bereits Anfang 2024 hatte er öffentlich erklärt: „Sie schätzen den Wert meiner Großzügigkeit nicht.“
Sohn Simon Messner widersprach dieser Darstellung später teilweise. Gegenüber dem Bayerischen Rundfunk erklärte er, er schätze das Erbe seines Vaters sehr. Einen direkten Zusammenhang zwischen der Vermögensübertragung und dem Zerwürfnis sehe er jedoch nicht. Der Bruch innerhalb der Familie habe sich vielmehr über längere Zeit entwickelt und andere Ursachen.