Die Sonne zeigt sich endlich wieder von ihrer besten Seite und lockt uns nach draußen. Bei all der Vorfreude auf das schöne Wetter darf eines natürlich nicht fehlen: der passende Sonnenschutz. Viele greifen dafür zur angebrochenen Tube aus dem letzten Sommer, aber ist das eigentlich unbedenklich?
Sobald die Temperaturen steigen, zieht es uns wieder nach draußen, in den Garten, an den See oder zur nächsten Grillparty. Damit die Haut dabei nicht unter UV-Strahlen leidet, gehört Sonnencreme im Sommer zur Grundausstattung. Doch bevor Sie sich sorglos mit der alten Tube aus der Strandtasche eincremen, sollten Sie unbedingt einen genaueren Blick auf die Verpackung und den Inhalt werfen. Hier ist der ultimative Check, ob Ihre Sonnencreme noch reif für den Sommer ist oder sofort in den Müll gehört.
So erkennen Sie, ob Ihre Sonnencreme noch haltbar ist
Grundsätzlich sind ungeöffnete Sonnencremes oft länger als 30 Monate haltbar. Doch sobald die Tube einmal aufgeschraubt ist, ist Vorsicht geboten. Drehen Sie Ihre Flasche einfach mal um. Meistens finden Sie dort auf der Rückseite das Symbol eines kleinen geöffneten Tiegels, in dem eine Zahl und ein "M" stehen (z. B. "12M").
Das ist das sogenannte PAO-Symbol ("Period After Opening") und verrät Ihnen, dass die Creme nach dem ersten Öffnen 12 Monate bedenkenlos genutzt werden kann. Stammt die angebrochene Flasche also vom letzten Spätsommer, sind Sie im Mai noch im grünen Bereich. War sie schon vor über einem Jahr im Einsatz? Dann wird es kritisch.
Warum abgelaufene Sonnencreme richtig gefährlich ist
Wenn Sonnencreme das Ende ihrer Lebensdauer erreicht hat, verliert sie nicht nur ihre pflegenden Eigenschaften. Es lauern noch weitere Gefahren:
Kein ausreichender Schutz
Mit der Zeit verlieren die UV-Filter in der Creme an Stabilität. Was als LSF 50 auf der Flasche steht, bietet Ihrer Haut dann womöglich nicht mehr den ausreichenden Schutz. Ein schmerzhafter Sonnenbrand und somit ein höheres Hautkrebsrisiko ist quasi vorprogrammiert.
Krebserregende Stoffe
Viele herkömmliche, chemische Sonnencremes enthalten den UV-Filter Octocrylen. Studien warnen: Altert das Produkt, kann sich dieses Octocrylen in Benzophenon umwandeln. Dieser Stoff wurde von der Internationalen Agentur für Krebsforschung als potenziell krebserregend eingestuft. Um dieses Risiko zu umgehen, sollten Sie geöffnete Produkte nach Ablauf der Haltbarkeit lieber aussortieren.
Der Frische-Test: Riechen, Fühlen, Sehen
Sie sind sich nicht mehr sicher, wann Sie die Creme genau aufgeschraubt haben? Dann machen Sie den Sinnes-Check, denn oft merkt man sehr schnell, ob das Produkt gekippt ist:
- Der Geruch: Riecht die Creme ranzig, muffig oder einfach unangenehm anders als gewohnt? Weg damit!
- Die Konsistenz: Haben sich die Inhaltsstoffe getrennt? Wenn beim Drücken zuerst nur eine ölige, wässrige Flüssigkeit aus der Tube schießt und sich die Phasen nicht mehr richtig verbinden lassen, gehört sie in den Müll.
- Die Farbe: Hat sich das Produkt optisch stark verändert, zum Beispiel gelblich verfärbt? Auch das ist ein klares Warnsignal.
Achtung, Hitzefalle
Selbst wenn die 12 Monate noch nicht um sind, kann die Creme schon kaputt sein. Wie sie gelagert wurde, spielt eine große Rolle. Lag die Tube den ganzen Sommer im brütend heißen Auto oder hat am Strand stundenlang in der prallen Sonne gelegen? Wenn der Sonnenschutz nicht trocken und kühl genug gelagert wird, kippen die sensiblen UV-Filter wesentlich schneller.
Gehen Sie bei Ihrer Hautgesundheit keine Kompromisse ein. Wenn Sie zweifeln, ob die Sonnencreme vom letzten Jahr noch gut ist, gönnen Sie sich für diese Saison lieber eine frische Flasche. Ohne intakten UV-Schutz sollten Sie nie in die pralle Sonne gehen.