Früher stand Rotlicht für die Linderung von Erkältungen. Heute sieht man es auf den Selfies von Hollywood-Größen und im Badezimmer von Beauty-Enthusiasten. Das kann der unangefochtene Megatrend der modernen Hautpflege.
Was vor wenigen Jahren noch teuren Treatments in High-End-Spas und dermatologischen Praxen vorbehalten war, hat im Sturm unsere Badezimmer erobert. Tragbare LED-Masken, Panels und Wearables bringen das rote Licht nach Hause. Doch ist das nur ein schillernder Instagram-Trend oder echte High-Tech-Wissenschaft?
So funktioniert‘s
Wenn rotes Licht auf die Haut trifft, passiert etwas Faszinierendes: Die Zellen absorbieren diese Lichtenergie. Die Mitochondrien nutzen sie, um vermehrt Adenosintriphosphat zu produzieren – den Treibstoff, den Zellen für Reparaturen, Entgiftung und Zellerneuerung brauchen. Wir geben den faul gewordenen Zellen im Alter quasi einen doppelten Espresso. Vitalere Zellen bedeuten eine schnellere Wundheilung, weniger Entzündungen und vor allem: eine gesteigerte Produktion von Kollagen und Elastin. Das Ergebnis ist ein pralleres, elastischeres Hautbild.
Das Must-Do bei der Anwendung
Das Licht gehört immer auf die gereinigte, nackte Haut. Tragen Sie vorher Seren, schwere Cremes oder gar Sonnenschutz auf, prallt das Licht einfach ab. Die Pflege kommt also erst nach dem Basking im roten Schein.
Wer sich unter die Maske legt und nach der ersten Sitzung ein fertiges Facelift erwartet, wird allerdings enttäuscht. Rotlichttherapie ist kein Quick-Fix, sondern verhält sich eher wie der Besuch im Fitnessstudio: Die Kontinuität bringt den Erfolg. Dermatolog:innen und Expert:innen sind sich einig: Erste moderate Effekte bei feinen Linien und der Hautstruktur zeigen sich meist nach sechs bis acht Wochen regelmäßiger Anwendung (etwa drei- bis viermal die Woche für 10 bis 15 Minuten). Es ist die ideale Ergänzung zu einer soliden Pflegeroutine aus Lichtschutzfaktor am Tag und Retinoiden am Abend.
Von Anti-Aging bis Regeneration
Mit dem Launch des neuen FAQ Dual LED Panels bringt FAQ Swiss die Lichttherapie auf ein völlig neues Niveau. Fünf klinisch erforschte Wellenlängen – Rot, Blau, Amber, Nahinfrarot und Tief-Nahinfrarot – wirken gezielt auf unterschiedliche Hautbedürfnisse: von Anti-Aging und Hautglättung über die Reduktion von Unreinheiten bis hin zu tiefer Regeneration. 929 Euro; faqswiss.com
Praktisch für zu Hause
Gezielte Lichttherapie. Brands wie Shark, Omnilux, Therabody, CurrentBody und Solawave setzen unter anderem auf Rotlicht-Masken. Der Vorteil: Da die Maske direkt auf der Haut liegt, kommt fast 100 Prozent der Lichtenergie dort an, wo sie soll. Zudem kann man sich mit einer (kabellosen) Maske frei bewegen, was die Anwendung im Alltag erleichtert.
Erstes Red-Light-Wearable
Rotlicht zum Mitnehmen. Das österreichische Start-up Luminous Labs hat sich auf die Entwicklung innovativer, individualisierbarer Rotlichtanwendungen für den Alltag spezialisiert. Mit Kini hat das Unternehmen das weltweit erste personalisierbare Red-Light-Wearable auf den Markt gebracht. Kini ist ein kleines, handliches Wearable mit vier Modi für unterwegs. Es lässt sich an bestimmten Stellen „festkleben“ und sorgt so für gezielte Rotlichtbestrahlung. 149 Euro; luminouslabs.health
Brain-Boost inklusive
Präzisions-Licht. Essential ist ein kompaktes Rotlichtpaneel von Luminous Labs. Es liefert eine gleichmäßige, hochpräzise Dosis an Licht über eine größere Fläche hinweg. Einstellungen wie „Brain Boost Modus“ (pulsierendes Licht mit 10Hz) sind hierbei ideal, um neben der
Hautgesundheit auch die kognitive Leistung, Stimmung oder Schlafqualität zu steigern. 649 Euro; luminouslabs.health