Die Sauna ist im Winter eine Wohltat für Körper und Seele. Doch für manche können die hohen Temperaturen zur Belastungsprobe werden. Warum, verraten wir hier.
Wenn es draußen eisig kalt ist, zieht es viele in die Sauna. Kein Wunder: Die wohlige Wärme entspannt die Muskeln, kurbelt die Durchblutung an und hilft, dem Winterblues zu entkommen. Gerade in der kalten Jahreszeit gilt der Saunagang für viele als fixer Bestandteil der Gesundheitsroutine. Doch während Haut und Immunsystem von der Hitze profitieren können, geraten lange Haare dabei oft unter die Räder – und das meist unbemerkt.
Vor allem Frauen mit langen, gefärbten oder strapazierten Haaren klagen nach häufigen Saunabesuchen über trockene Spitzen, Haarbruch oder stumpfen Glanz. Der Grund: Extreme Hitze, trockene Luft und plötzliche Temperaturwechsel setzen der Haarstruktur massiv zu. Was viele nicht wissen: Haare bestehen zu einem großen Teil aus Keratin – und genau dieses Protein reagiert empfindlich auf hohe Temperaturen. Heißt konkret: Was dem Körper guttut, kann für die Haare schnell zur Belastung werden.
Muss man also im Winter komplett auf die Sauna verzichten? Nein – aber man sollte einiges beachten. Wir erklären, warum die Sauna langen Haaren schadet, wann Vorsicht geboten ist und wie man seine Haare effektiv schützen kann.
Warum die Sauna für lange Haare problematisch ist
Hohe Temperaturen von 80 bis 100 Grad entziehen dem Haar Feuchtigkeit. Die Folge:
- Das Haar trocknet aus
- Die Schuppenschicht öffnet sich
- Die Haare werden spröde und brüchig
Besonders gefährdet sind:
- lange Haare, da sie älter und oft schon vorgeschädigt sind
- gefärbte oder blondierte Haare, weil Chemikalien die Haarstruktur schwächen
- lockiges Haar, das von Natur aus trockener ist
Dazu kommt: In der Sauna ist die Luft extrem trocken. Anders als die Haut können Haare aber nicht „schwitzen“ oder sich selbst regenerieren.
Zu heiß, zu oft: Wann der Saunagang den Haaren schadet
Expert:innen raten, bei langen Haaren besonders vorsichtig zu sein, wenn:
- die Sauna sehr heiß ist (über 90 Grad)
- mehrere Saunagänge hintereinander gemacht werden
- keine Kopfbedeckung getragen wird
Gerade regelmäßige Saunabesuche ohne Schutz können langfristig zu Haarbruch und Spliss führen.
So schützen Sie Ihre Haare in der Sauna richtig
Wer auch im Winter nicht auf die Sauna verzichten möchte, kann mit einfachen Maßnahmen viel für die Haargesundheit tun:
Haare abdecken
Ein Saunahut aus Filz oder Baumwolle schützt effektiv vor direkter Hitze. Alternativ tut es auch ein trockenes Baumwolltuch.
Haare vorher pflegen
Eine reichhaltige Haarkur oder ein pflegendes Öl (z. B. Argan- oder Kokosöl) vor dem Saunagang auf die Spitzen auftragen. Das wirkt wie ein Schutzfilm.
Nicht nass in die Sauna
Nasse Haare sind besonders hitzeempfindlich. Deshalb: Haare gut trocknen, bevor es in die Sauna geht.
Temperatur reduzieren
Lieber niedrigere Temperaturen wählen oder weiter unten sitzen – dort ist es weniger heiß.
Nach der Sauna sanft pflegen
Nach dem Saunieren milde Shampoos und feuchtigkeitsspendende Conditioner verwenden. Auf heißes Föhnen besser verzichten.