Auch wenn das Wetter derzeit nicht zum Picknick einlädt, hat es laut einer alten Bauernregel durchaus seine guten Seiten, vor allem für Ihren Garten.
Während viele schon sehnsüchtig auf sonnigere Tage hoffen, gibt es einen alten Spruch, der Hoffnung macht: „Ist der Mai kühl und nass, füllt’s dem Bauern Scheun und Fass.“ Statt über das Schmuddelwetter zu klagen, lohnt es sich, die alte Bauernregel im Kopf zu behalten, denn vielleicht zeigt sich der Sommer dann umso sonniger, und die Vorratskammer füllt sich dank eines nassen Mai wie von selbst.
„Ist der Mai kühl und nass, füllt’s dem Bauern Scheun und Fass.“

Diese Bauernregel basiert auf jahrhundertelanger Erfahrung mit Witterung und Erntezyklen. Ein feuchter Mai sorgt dafür, dass der Boden ausreichend Wasser speichert und die Pflanzen in der entscheidenden Wachstumsphase genügend Feuchtigkeit bekommen. Besonders Getreide, Rüben, Kartoffeln und andere Feldfrüchte profitieren davon. Für Landwirte sind diese Bedingungen also ein gutes Omen für eine ertragreiche Ernte im Sommer und Herbst.
Das bedeutet ein nasser Mai für Ihren Garten

Auch Hobbygärtner dürfen sich über den feuchten Mai freuen. Die Kombination aus Regen und milden Temperaturen schafft optimale Bedingungen für das Wachstum von Gemüse, Obst und Zierpflanzen. Besonders junge Setzlinge entwickeln sich in diesem Klima gut, da sie ohne Trockenstress anwurzeln können.
- Gemüse wie Salat, Spinat und Kohl gedeihen prächtig, denn sie lieben mildes Wetter.
- Blumen wie Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht oder Lupinen zeigen ihre schönsten Farben, wenn sie nicht unter Hitze leiden.
- Der Boden bleibt gleichmäßig feucht, was Gießen spart und das Bodenleben fördert.
- Unkraut lässt sich leichter jäten, weil die Erde locker bleibt.
Aber Vorsicht: Zu viel Nässe kann auch Probleme bringen – etwa Staunässe, Schneckenplagen oder Pilzkrankheiten bei empfindlichen Pflanzen. Deshalb ist eine gute Drainage und regelmäßige Kontrolle im Garten jetzt besonders wichtig.