Nach Golden Globe

Christoph Waltz: Er pfeift auf Wien

15.01.2013

Er kommt nicht zur Premiere - Wien-Auftakt des Tarantino- Westerns ohne Promis.
 

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© Getty
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Die Django-Premiere in Wien im Gartenbaukino lässt Waltz sausen: „Terminliche Gründe“, so die Filmfirma Sony zu ÖSTERREICH. Die Premiere wird nun ohne Starpower über die Bühne gehen. Ab Freitag läuft der grandiose Film in 87 Kinos.

Es ist fast eine Watschn für seine Heimatstadt: Denn in New York, Berlin oder Rom lief er brav über den roten Teppich. Doch jetzt scheint Waltz in L. A. beim Countdown zu den Oscars unabkömmlich.

Filmmogul Harvey Weinstein, der Django ko-finanzierte und vertreibt, braucht seine neuerliche Oscar-Hoffnung für die bekannt harten PR-Offensiven zur Überzeugung der 6.000 Mitglieder der „Academy“.

Waltz wird von Filmfirma in den USA gebracht
Denn der Wiener muss wie 2010, als er für Inglourious Basterds den ersten Oscar kassierte, für Weinstein und Regisseur Tarantino wieder die Kastanien aus dem Feuer holen: Tarantino wurde für die beste Regie gar nicht nominiert, hat nur Chancen auf einen Drehbuch-Oscar. In der Königskategorie „bester Film“ gilt die Blutorgie als chancenlos.

Gelingt noch ein Triumph vor den Oscars in London?
Bei Weinsteins Globe-After-Party wurde Waltz wie ein Superstar herumgereicht. Am 10. Februar wird er in London erwartet, wo er bei der Briten-Gala BAFTA-Awards ebenfalls als bester Nebendarsteller Favorit ist.

Mit seinem zweiten Golden Globe in der Tasche ist für Austro-Hollywoodstar Christoph Waltz (56) nun voll das Oscar-Fieber ausgebrochen: Am 24. Februar greift er neuerlich für seine Rolle als redseliger Kopfgeldjäger in Quentin Tarantinos Sklavenwestern Django Unchained nach dem begehrtesten Filmpreis. Und Waltz wurde nach dem doch etwas überraschenden Globe-Triumph vom Außenseiter zum Favoriten in der Kategorie bester Nebendarsteller, schreibt die Los Angeles Times: „Er hat jetzt Schwung, seine Chancen steigen“. Kenner erwarten ein Duell vor allem mit Alan Arkin (Argo).

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