Buchtipp
Charlotte Casiraghi: Ihr Befreiungsschlag
15.02.2026LA FELURE: Casiraghi hat ihr erstes Buch veröffentlicht.
Charlotte Casiraghi hat mit „La fêlure“ Ende Jänner ihr erstes eigenes Buch veröffentlicht. Im Jahr 2018 kam es zu einer Kollaboration mit dem französischen Philosophen Robert Maggiori für „Archipel des passions“.
„La fêlure“ bedeutet so viel wie Riss im Deutschen und soll laut Casiraghis Vorwort nicht als Abhandlung oder Erzählung zu verstehen sein, sondern als Reise, „als eine Reihe von Variationen über ein und dasselbe Thema, ausgehend von einer berühmten Novelle von Fitzgerald und durch die Werke der Schriftstellerinnen Ingeborg Bachmann, Colette oder Marguerite Duras.“
Gemeinsames Schicksal
Noch ist das Buch erst auf Französisch erhältlich, ob und wann eine Übersetzung auf Deutsch geplant ist, ist unklar. Für Casiraghi steht der titelgebende Riss für die „kleinen und großen Tragödien unseres gemeinsamen Schicksals.“ Es sei auch „der Ort, an dem wir Gefahr laufen, zu zerbrechen und uns selbst zu zerstören, zu verlieren“.
Casiraghi, die Nichte des monegassischen Fürsten Albert, wollte mit dem Buch der Wahrnehmung entgegenwirken, dass sie ein „traumhaftes Leben voller Privilegien“ führe. Wie schon bei ihrem ersten Buch schreibt sie auch dieses aus einer philosophischen Betrachtungsweise heraus. So reflektiert Casiraghi in einem Kapitel über den Satz der Mutter einer Freundin, der sich um das Enkerl dreht: „Noch jemanden zu lieben“, sagt diese, und es hört sich zuerst grausam an, doch beim genauen Hinsehen ist da mehr zu finden. Casiraghi hat einen Abschluss in Philosophie von der Sorbonne.