Staats- & Volksoper

Check der Fledermäuse zu Silvester

28.12.2012

Ein Jahreswechsel ohne "Fledermaus" wäre in Wien undenkbar.

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© Wiener Staatsoper
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Zu Silvester wird an beiden großen Wiener Opernhäusern, der Staatsoper und der Volksoper, traditionsgemäß "Die Fledermaus", die berühmteste Operette von Johann Strauß, gespielt. Auch in München, Prag oder Budapest tanzt man mit den hinreißenden Melodien des Walzerkönigs ins neue Jahr.

Meisterwerk
Die Fledermaus zählt zu den Meisterwerken des Musiktheaters und kann es sogar mit den genialen Kompositionen Händels oder Mozarts aufnehmen. Wie Schubert und Alban Berg komponierte Johann Strauß im Wiener Dialekt, er hat ein Lächeln und eine Träne in seiner Musik. Die legendäre Fledermaus-Inszenierung der Staatsoper hat Otto Schenk, gefertigt. Sie ist 33 Jahre alt und wurde 2010 vom Meister höchstpersönlich wiederaufgenommen.

Volksoper spielt zu Silvester zwei Mal
"Das Stück handelt von lebensgefährlicher Unterhaltungssucht und peinlichen Blamagen“, sagt Schenk. „Der brave Bürger Eisenstein, der wegen Beleidigung einer Amtsperson in den Arrest muss, geht nicht ins Gefängnis, sondern zum Fest des Prinzen Orlofsky; der Fast-Liebhaber seiner Frau Rosalinde steht schon vor der Tür und muss die Arreststrafe antreten; das Stubenmädel Adele stiehlt von der Gnädigen ein Ballkleid, weil sie auch zum Fest will. Beim Fest und im Gefängnis treffen sich dann alle. Und das Ganze wird von einer phantastischen Musik getragen, mit Wunderstellen von Heiterkeit, Venusberg-artiger Erotik, einem seltsamen Waldweben der Trauer, rauschenden Tänzen, einem sentimentalen Walzer und einem Über-Csárdás.“

Frosch
Den vom Sliwowitz berauschten Gefängniswärter Frosch, eine der früheren Glanzrollen von Otto Schenk, spielt an der Staatsoper Ex-Jedermann Peter Simonischek, an der Volksoper – in einer betagten, von Heinz Zednik renovierten Inszenierung – Prinzipal Robert Meyer.

E. Hirschmann-Altzinger

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