Ausstellungs-Hits

MAK legt nach Besucherplus jetzt stark nach

19.01.2026

185.210 Besucher für das MAK im Jahr 2025.  2026 wird noch spektakulärer.  Von "Wien 1900" bis "Glanzstücke 

Zur Vollversion des Artikels
© Katharina Gossow/MAK
Zur Vollversion des Artikels

Dagobert Peche und Helmut Lang - Namen mit Zugkraft: Nicht zuletzt wegen der Schauen "Peche Pop" und "Helmut Lang. Séance de Travail" verzeichnete das MAK 2025 in Wien ein Besucherplus von 16 Prozent. 185.210 Personen ließen sich im vergangenen Jahr Ausstellungen im Haus am Stubenring und im Geymüllerschlössel nicht entgehen, so Generaldirektorin Lilli Hollein. Heuer reicht das Programm von Wien 1900 bis zur ersten umfassenden Personale Christoph Schlingensief in Österreich.

© Hertha Hurnaus/MAK

© MAK

"Peche Pop" sei mit 55.760 Besucherinnen und Besuchern eine der erfolgreichsten Ausstellungen der jüngeren MAK-Geschichte gewesen, sagte Hollein bei einer Pressekonferenz am Montag. Erfreut zeigte sie sich auch über das Interesse über die noch bis 2. Mai laufende Lang-Präsentation: "In den ersten Wochen wurde bereits die 20.000er-Grenze gesprengt". Das MAK gesamt, also inklusive aller Außenstellen, verzeichnete 201.169 Gäste. Im MAK Center for Art and Architecture in Los Angeles sei mit 13.783 Besucherinnen und Besuchern 2025 ein Plus von knapp 14 Prozent gelungen. Bei der laufenden Ausschreibung der wissenschaftlichen Geschäftsführung wird sich Hollein erneut bewerben.

Neu gestaltete Schausammlungen

Ende Februar gehen die Türen auf für die neugestaltete MAK Schausammlung "Wien 1900 - Alltag. Gesamtkunstwerk". Künstler Markus Schinwald entwickelte im Austausch mit dem MAK-Team ein neues Konzept für die permanente Präsentation dieser prägenden Epoche. In atmosphärischen Erlebnisräumen sollen auch Brücken zur Gegenwart geschaffen werden. Bei der Neugestaltung der Schausammlung "Textilien und Teppiche" wiederum (öffnet am 25.3.) durch das Designstudio Formafantasma aus Mailand werden, anders als in ihrer früheren Dauer-Präsentation, die exquisiten Teppiche mit weiteren textilen Highlights aus allen Sammlungsbereichen kontextualisiert, betonte Hollein.

© MAK

Hits 2026: "Wien 1900" (o.), "Textilien und Teppiche" (u.)  

© MAK

Fremdenfeindlichkeit und Verbreitung von Angst durch autoritäre Institutionen: Die vom 2010 verstorbenen Christoph Schlingensief in Installationen ("Bitte liebt Österreich", "Church of Fear") verarbeiteten Themen haben an Aktualität nichts verloren. Das MAK widmet in einem gemeinsamen Projekt mit den Wiener Festwochen, dem Gropius Bau und den Berliner Festspielen dem Aktionskünstler vom 13.5. bis 13.9. die Personale "Es ist nicht mehr mein Problem". Diese verstehe sich nicht als klassische Retrospektive, "sondern bringt zentrale Werkkomplexe Schlingensiefs in den Dialog", so die Ankündigung.

Glänzendes und Wohnkultur

Weitere ausgewählte Höhepunkte: "Glanzstücke" (10.6.-27.9.) vereint (auch aus konservatorischen Gründen) selten gezeigte Objekte aus der MAK Sammlung mit Juwelierskunst aus der 120-jährigen Geschichte des Traditionsunternehmens Van Cleef & Arpels für Haut Joaillerie. Die Mixed-Media-Installation "Soft Umage, Brittle Grounds" (11.2.-26.7.) von Felix Lenz ist der diesjährige MAK-Beitrag zur Klima Biennale Wien. Und im Dezember thematisiert die Großausstellung "Vor Einbruch der Dunkelheit" die "Wiener Wohnkultur der Zwischenkriegszeit", inszeniert von Bühnenbildnerin Anna Viebrock.

Das MAK setzt außerdem seinen Schwerpunkt auf wesentliche Frauenpositionen fort: So werden die Mödlinger Textilkünstlerin ("Textil - Abstrakt, 18.3.-14.6.), die 2002 verstorbene Wiener Fotojournalistin Barbara Pflaum ("Schaufenster des Alltags, 15.4-16.8.) und mit "Bild und Ton" (29.4.-10.1.27) die Wiener Keramikerin Vally Wieselthier (1895-1945) gewürdigt. Vom 16.9-18.10. sind Werke der aus der Ukraine stammenden Kateryna Lysovenko zu sehen. 

Zur Vollversion des Artikels