Glanz und Glamour

Osterfestspiele in Salzburg: Intendant als Tuschelthema

27.03.2026

Mit Richard Wagners „Das Rheingold“ meldeten sich die Berliner Philharmoniker glanzvoll bei den Osterfestspielen zurück. Doch abseits der Bühne sorgte vor allem eine Personalie für Gesprächsstoff. 

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Die Rückkehr der Berliner Philharmoniker nach Salzburg markierte einen musikalischen Höhepunkt der diesjährigen Osterfestspiele. Während im Festspielhaus die Klänge von Wagners „Rheingold“ dominierten, war vor den Türen die aktuelle „Intendanten-Geschichte“ rund um Markus Hinterhäuser das bestimmende Thema unter den Gästen.

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Prominente Gäste im Blitzlichtgewitter

Inmitten der Debatten mischte sich auch der frühere Festspielintendant Alexander Pereira unter das Premierenpublikum. Der mittlerweile in Italien lebende Kunstmanager beruhigte schmunzelnd: „Keine Sorge, ich komme nicht als Intendant zurück, ich schaue mir nur das Stück an.“ Ebenfalls im Fokus stand Festspielpräsidentin Kristina Hammer, die trotz kühler Temperaturen im schulterlosen Kleid erschien. Auf die Frage nach den anstrengenden letzten Tagen gab sie sich optimistisch: „Ich bin mir sicher, ich kann den Abend genießen.“

Kritik am Hinterhäuser-Abgang

Nicht alle Gäste zeigten sich in Feststimmung. Die bayerische Unternehmerin und Initiatorin der Passauer Runde äußerte offen ihr Bedauern über den angekündigten Abschied des Intendanten: „Irgendwie kommt da heute in Salzburg keine richtige Freude auf.“ Diese gedrückte Stimmung hinsichtlich der künstlerischen Leitung bildete einen Kontrast zum gewohnt prunkvollen Rahmen der Veranstaltung.

Internationale Stars und Politik

Die Gästeliste las sich wie ein Who-is-Who der Gesellschaft: Bianca Jagger zeigte sich in Begleitung von Arabel Karajan und Galerist Thaddeus Ropac. Auch die Politik war prominent vertreten, unter anderem durch Ex-Bundeskanzler Alexander Schallenberg, Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf und Landesrätin Daniela Gutschi. Autorin Hera Lind kehrte pünktlich von einer mehrmonatigen Südamerika-Kreuzfahrt zurück, um bei der Premiere dabei zu sein.

Treffen der Festspiel-Familie

Abgerundet wurde die illustre Runde durch Ex-Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler, die mit Sohn Sebastian und dessen Freundin Julia Bittner erschien. Ebenfalls gesichtet wurden Modedesignerin Susanne Wiebe, Festspielprotokollchefin Suzanne Harf sowie der Münchner Filmproduzent Bernd Tewaag. Trotz der internen Unruhen am Festspielhaus bewies der Abend einmal mehr die ungebrochene Anziehungskraft der Salzburger Osterfestspiele auf das internationale Kulturpublikum.