Theater & Oper

Silvester: Burg-Star im Groß-Einsatz

29.12.2012

Ex-Jedermann Peter Simonischek macht sich’s zu Silvester nicht leicht.

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© Burgtheater / Werner
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Zu Silvester schießt Ex-Jedermann Peter Simonischek den Vogel ab: Im Burgtheater spielt er ab 18 Uhr in der Premiere von Thomas Bernhards Der Ignorant und der Wahnsinnige den alkoholkranken, blinden Vater der Königin der Nacht; anschließend wechselt er in die Staatsoper, wo er in der Meisteroperette Die Fledermaus von Johann Strauß (Beginn: 19 Uhr) als vom Sliwowitz berauschter, Unsinn sprechender Gefängniswärter Frosch auf der Bühne steht.

ÖSTERREICH: Wie kommen Sie dazu, zu Silvester in zwei Häusern in zwei Stücken zu spielen?
Peter Simonischek: Ursprünglich war am Burgtheater zu Silvester eine Uraufführung von Thomas Vinterberg geplant. Die Produktion ist aber nicht fertig geworden, und jetzt machen wir eben den Bernhard. Der Ignorant und der Wahnsinnige ist eine exotische Partitur, eher komponiert als geschrieben, und noch nie am Burgtheater aufgeführt worden. Ich spiele den blinden Vater, einen skurrilen alten Mann, das ist wirklich ein lohnender Schauspielauftrag.

ÖSTERREICH: Und der Frosch in der „Fledermaus“?
Simonischek: Der Frosch ist eine tolle Rolle, die ich letztes Jahr schon mit großer Lust gespielt habe, ein besoffener Amtsdiener, wunderbar. Der Bernhard dauert zwei Stunden, die Haare lasse ich hochgebunden – ich trage in beiden Stücken eine Perücke –, dann schwinge ich mich aufs Fahrrad. Für die Fahrt vom Burgtheater in die Staatsoper habe ich genug Zeit, weil ich erst im dritten Akt drankomme. In der Fledermaus gibt es zwei Pausen, dazu noch die Einlage beim Fest von Orlofsky, die von Agnes Baltsa gestaltet wird. Das dauert. Aber das wichtigste Requisit ist das Fahrrad.

E. Hirschmann-Altzinger

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