Neues Kabarett
„Trump hat kleines Spatzi!“ Pogo hält wieder alle am Schmäh
14.01.2026Marco Popo bleibt auch nach dem Ende seiner Bierpartei politisch und scherzt im neuen Kabarett-Programm „Lost & Found“ auch über Michael Häupl, die FPÖ und den US-Präsidenten.
„Und wenn dir besonders fad ist, dann probierst einen Wahlkampf aus!“ Marco Pogo, Chef der mittlerweile eingestellten Bierpartei, liefert mit seinem neuen Kabarett-Programm „Lost & Found“, das er am Mittwoch im Wiener Stadtsaal aus der Taufe hob, auch eine Art Polit-Abrechnung. Erinnerungen an seine Treffen mit Michael Häupl („Der Bürgermeister einer österreichischen Millionenstadt hat zu mir gesagt: ‚Weißt eh Marco, jetzt ist der Welpenschutz vorbei. Ab jetzt beißen wir!‘“) und ZIB-Anchor Armin Wolf, der ihm eine Drogenbeichte entlockte („Vielleicht habe ich einmal einen Joint geraucht. Oder zweimal.“) inklusive.
Dazu gab es ein Millionenshow adaptiertes Mitmach-Spiel für die Wahlkabine („Welches Land grenzt nicht an Österreich: A Deutschland, B Italien, C Schweiz oder D Papua Neuguinea“) samt Seitenhieb auf die FPÖ: „Wenn jemand eine Festung Österreich fordert, dann sollte man schon wissen an welche Länder diese Mauer später angrenzt!“
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7.500 Worte hat Pogo in sein ebenso brisantes wie autobiografisches Programm gepackt. Doch anders als beim 2022er Kabarett-Debüt „Gschichtldrucker“, wo er noch mit Tiki-Bar und Rednerpult als Kulisse auffuhr, erklärt der Turbobier-Rocker seine witzigen Lebensweisheiten („Mit 25 hast du einen katholische Stoffwechsel: Da wird dir alles vergeben!“) nun auf einer spärlichen, nur von 7 Leuchtsäulen umrahmter Bühne. Auch die Musikeinlage blieb diesmal aus.
Dafür gibt es irrwitzige Gedanken über Millennials („Die Einzigen, die gleichzeitig Burnout und Existenzängste haben.“), die Mondlandung („Die war ein Jahr bevor der Rollkoffer erfunden wurde, hmm!“), US-Präsident Trump („Der hat ein ganz kleines Spatzi!“ ) oder das Viertelelefon: „Für die Jüngeren, das ist übrigens nicht wenn man nach einem Vierterl Weißwein die Ex anruft, sondern das war ein Gemeinschaftsanschluss.“
Marco Pogo mit oe24-Reporter Thomas Zeidler-Künz
„Mein Auftrag und Job ist es auf der Bühne zu stehen, denn ich war ja nie ein Berufspolitiker,“ erklärt er sein Entsinnen im oe24-Aftershow-Talk. „Es gäbe aber noch genug Polit-Stoff für zwei weitere Programme!“