Friedensangebot

Eiszeit nach 30 Jahren: Mausi Lugner lässt „Erzfeind“ Heribert Kasper abblitzen

31.03.2026

Mit einem hochemotionalen Schreiben und dem Eingeständnis eigener Versäumnisse versucht Heribert Kasper derzeit vergeblich, das eiserne Schweigen seiner einstigen Busenfreundin Christina „Mausi“ Lugner zu brechen. 

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© Helmut Tremmel
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In der Wiener Gesellschaft galten sie über drei Jahrzehnte als unzertrennliches Gespann, doch seit geraumer Zeit herrscht zwischen Christina „Mausi“ Lugner und ihrem langjährigen Vertrauten Heribert Kasper Funkstille. Nun unternahm der als „Mr. Ferrari“ bekannte Netzwerker einen couragierten Vorstoß, um die verhärteten Fronten aufzubrechen. In einem persönlichen Schreiben, das einer diplomatischen Note zwischen alten Alliierten gleicht, bittet Kasper um eine Rückkehr zur Sachlichkeit – und zur Freundschaft.

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Vom Friedensstifter zum „Erzfeind“

Der Ursprung des Zerwürfnisses liegt in den turbulenten Tagen nach dem 12. August 2024, dem Todestag des Baumeisters Richard Lugner. Während die Wogen zwischen Witwe Simone und Tochter Jacqueline hochgingen, versuchte Heribert Kasper, in gewohnter Manier als Mediator zu fungieren. Ein Unterfangen, das offenbar gründlich misslang: Christina Lugner deklarierte ihren einstigen Busenfreund kurzerhand zum „Erzfeind“. Das sieht zumindest Heribert so. 

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Erschüttert von dieser öffentlichen Herabstufung, griff Kasper nun zur Feder (beziehungsweise zur Tastatur), um die 30-jährige gemeinsame Historie zu retten. „Die gestrige Schlagzeile hat mich echt schockiert, getroffen und nachdenklich gemacht! Ist der Heribert jetzt wirklich dein ‚Erzfeind‘? Sind 30 Jahre Freundschaft, vieles gemeinsam Erlebtes alles vergessen und nichts mehr wert?“, klagt Kasper in seinem Schreiben.

Die „Causa Leo“: Ein Kommunikationsfehler mit Folgen

In seinem Friedensangebot geht Kasper auch detailliert auf den Auslöser des Konflikts ein. Er räumt eigene Versäumnisse ein, ortet den Kern des Übels jedoch in einer Fehlkommunikation mit Jacqueline Lugners Ehemann, Leo Kohlbauer. Kasper betont, dass er keineswegs die Absicht hatte, vertrauliche Informationen vorzeitig an Simone Lugner heranzutragen: „Ich würde mich auch bei Jaqueline und bei dir entschuldigen, aber bitte den Hauptfehler, welcher das alles ausgelöst hat, den hat euer Leo verursacht! (...) Wenn damals Leo mir am Telefon gleich gesagt hätte – bitte erzähle es noch nicht der Simone – ich hätte natürlich das so eingehalten.“

Mit der entwaffnenden Feststellung „Ich bin ja kein Trottel“ unterstreicht Kasper, dass er lediglich aus Freude über eine mögliche Aussprache gehandelt habe, ohne die diplomatischen Fallstricke zu bedenken.

© Helmut Tremmel

Ein Appell an die Würde

Der Brief schließt mit einem leidenschaftlichen Plädoyer für ein persönliches Treffen. Kasper zeigt sich bereit, die Fehler der Vergangenheit – „die er in seinem Leben oft genug gemacht und zugegeben habe“ – hinter sich zu lassen, sofern eine ehrliche und würdevolle Aussprache möglich sei.


 

Ob Christina Lugner dieses Friedensangebot annimmt oder ob der Status des „Erzfeindes“ zementiert bleibt, wird die Zukunft zeigen. Bisher habe Heribert jedenfalls vergebens auf eine Antwort gewartet.