"Frühstück bei mir"
Influencerin Karin Teigl spricht mit Ö3-Star über unerfüllten Kinderwunsch & Liebes-Drama
06.03.2026Im hochemotionalen Ö3-Gespräch offenbart Karin Teigl die schmerzhafte Zerrissenheit zwischen ihrem unerfüllten Kinderwunsch und der mutigen Entscheidung, ihren Mann aus Liebe gehen zu lassen.
Karin Teigl, in der digitalen Welt besser bekannt als „constantly_k“, blickt auf ein Jahrzehnt beeindruckender Erfolgsgeschichte zurück. Von der Rezeptionistin in London zur einflussreichen Unternehmerin und Speakerin – die 41-jährige Pongauerin hat sich ihren Platz in der ersten Reihe hart erkämpft. Pünktlich zum Weltfrauentag gewährt sie am Sonntag, dem 8. März, im Hitradio Ö3 bei „Frühstück bei mir“ Einblicke, die weit über die glitzernde Social-Media-Fassade hinausgehen.
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Das Drama um den unerfüllten Kinderwunsch
Im Gespräch mit Claudia Stöckl thematisiert Teigl ein Kapitel ihres Lebens, das von tiefem Schmerz und körperlichen Grenzen geprägt war. Über Jahre hinweg blieb ihr sehnlichster Wunsch nach Nachwuchs unerfüllt. „Ich habe schon im Alter von 30 aufgehört zu verhüten, bin aber nicht schwanger geworden. Mit 38 habe ich dann begonnen, Hormone zu nehmen und am Ende des Monats habe ich mich immer wie eine Versagerin gefühlt, weil es wieder nicht funktioniert hat“, gesteht sie offen auf Ö3.
Der Wendepunkt kam kurz vor ihrem 40. Geburtstag in der gynäkologischen Praxis. Als sie erfuhr, dass für eine künstliche Befruchtung die zwanzigfache Hormondosis nötig wäre, zog sie die Notbremse: „Ich will das nicht, ich traue mich das auch nicht, ich kann auch nicht mehr.“
Die schmerzhafte Trennung als vermeintlicher Ausweg
Diese Erkenntnis führte zu einer dramatischen Entscheidung im Privatleben. Aus dem Gefühl heraus, ihrem Ehemann Georg – einem ehemaligen Fußball-Profi – sein Lebensglück vorzuenthalten, forcierte sie im Sommer 2024 nach 13 gemeinsamen Jahren die Trennung. „Er hat Familie verdient, ein kleines Wesen, das ‚Papa‘ sagt. Und ich konnte ihm das nicht geben. Also habe ich ihn weggeschickt, hab gesagt: ‚Ich will dir deine Zeit nicht stehlen, geh.‘“
Für Georg Teigl war dieser Bruch eine Zäsur, die ihn emotional härter traf als jede sportliche Misere: „Ich wusste nicht, wie es ist, wenn einem das Herz gebrochen wird – und jetzt weiß ich, wie es sich anfühlt. Es war schlimmer als jede körperliche Verletzung, die ich als Fußball-Profi jemals hatte.“
Ein zweiter Frühling und die Botschaft an alle Frauen
Nach einem dreiviertel Jahr der Distanz fanden die beiden jedoch wieder zueinander. Karin Teigl bezeichnet die Trennung heute als ihren „größten Fehler“ und zeigt sich dankbar für die Geduld ihres Mannes. Das Paar hat seinen Frieden mit der Situation geschlossen. Georg Teigl resümiert versöhnlich: „Es gibt genug Fußballkinder, die ich vielleicht trainieren werde.“
Trotz der privaten Stürme bleibt Karin Teigl eine unermüdliche Kämpferin für weibliche Selbstbestimmung. Ihr Appell an die Hörerinnen im Ö3-Frühstück ist klar: „Wir sollten uns täglich hunderte Male sagen, dass wir genug sind. Wir dürfen laut sein, wir dürfen bunt sein und eine Meinung haben.“