ORF-Krimi

Der neue "Alte" meldet sich zum Dienst

11.09.2012

Am Freitag tritt Jan-Gregor Kremp als Hauptkommissar in "Der Alte" zum Dienst an.

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© ZDF
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Er ist eine fixe Größe des Freitagabend-Krimis: Seit 365 Folgen ermittelt "Der Alte" im Hauptabendprogramm des ORF. 1977 begann Kriminalhauptkommissar Erwin Köster alias Siegfried Lowitz in der Münchener Mordkommission. Als bereits vierter Ermittler folgt ihm der Deutsche Jan-Gregor Kremp in der Rolle des Hauptkommissar Richard Voss. Sein Debüt gibt er am 14. September in der Folge "Königskinder". "Es ist ein klassisches Format, also werde ich einen klassischen Ermittler spielen", erklärt Kremp im Gespräch mit der APA.

Mehr Beharrlichkeit statt Action  
Auch in Zukunft wird "der Alte" nicht auf Verfolgungsjagden gehen oder über Motorhauben rollen. Die Fälle werden mit Beharrlichkeit und Recherche gelöst. Im Charakter wird sich der auch aus "Polizeiruf 110" bekannte Kremp zumindest ein bisschen an seinen Vorgängern Siegfried Lowitz, Rolf Schimpf und Walter Kreye orientieren: "Mürrisch finde ich durchaus gut, das bringt die Rolle mit sich. Bei mir darf das aber ruhig schwanken: Auch mal mürrisch sein, aber auch mal bisschen humorvoll." Seine eigene Note will Kremp der Figur des Alten nach und nach verleihen.

Kremp jüngster "Alter"  
Mit 49 Jahren ist Kremp der jüngste der bisher vier Kommissare. "Der Alte heißt nicht so, weil er alt ist, sondern weil er der Chef ist." So erklärt Kremp, warum er dennoch keine Probleme mit der Rolle hat. Um sich auf Kommissar Voss vorzubereiten, hat er viel gelesen und einige der alten Folgen noch einmal angeschaut. Dabei ist Kremp mit dem "Alten" aufgewachsen: "Als ich 14 war, gab es auch nur drei Programme und da war Freitagabend Krimizeit. Ich erinnere mich auf jeden Fall an den Mantel von Lowitz und an seine streng zurückgekämmten Haare." Die Rolle des Kommissars liegt Kremp: "Scheinbar habe ich da etwas." Genauso oft hat der 49-jährige Deutsche allerdings auch schon Verbrecher gespielt. Momentan gefalle ihm die gute Seite aber besser.

Zuerst Übergangslösung  

Kremp übernahm zunächst für eine Episode die Vertretung seines an Krebs erkrankten Vorgängers Kreye. Jetzt ist er der neue Chef-Ermittler. "Natürlich musste ich mir auch überlegen, ob ich mir vorstellen kann, die Rolle weiterhin zu übernehmen – zum damaligen Zeitpunkt wusste niemand, wie es mit Walter Kreye weiter gehen würde", meint Kremp. Am Filmset wurde er auf jeden Fall freundlich aufgenommen: Die Zusammenarbeit funktioniere problemlos, erzählt Kremp. Bisher wurden neun Folgen gedreht. Wie lange er "der Alte" bleiben möchte, weiß Kremp noch nicht: "Sehen wir mal, wie lange ich Lust habe und wie lange vor allen Dingen die Zuschauer Lust haben."

Info
"Der Alte", am 14. September, ab 20:15 Uhr auf ORF 2.

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