Wiener Philharmoniker

Sommernachtskonzert mit Verdi & Wagner

29.05.2013

ORF 2 überträgt das Konzert aus Schönbrunn m 30. Mai ab 21.05 Uhr.

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© Richard Schuster
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Es ist ein Konzert der Jubiläen: Am Donnerstagabend, den 30. Mai,  wird um 21.00 Uhr zum zehnten Mal das inzwischen traditionelle "Sommernachtskonzert" der Wiener Philharmoniker im Schönbrunner Schlosspark abgehalten. Mit dem Programm wird zwei Größen der klassischen Musikwelt Tribut gezollt, deren runde Geburtstage heuer bereits vielfach zelebriert wurden: Richard Wagner und Giuseppe Verdi, die vor 200 Jahren in Leipzig bzw. Le Roncole geboren wurden. Die Leitung des Orchesters übernimmt Lorin Maazel. Die Veranstaltung findet bei freiem Eintritt statt und wird ab 21.05 Uhr in ORF 2 übertragen.

Ehrenmitglied der Staatsoper dirigiert

Maazel wird das "Sommernachtskonzert" zum ersten Mal dirigieren, aber: "Er ist mit unserem Orchester seit 51 Jahren verbunden", sagte Philharmoniker-Vorstand Clemens Hellsberg am Dienstag bei der Präsentation des Programms. Dieses setzt sich aus "repräsentativen Ausschnitten" aus insgesamt neun Opernwerken von Wagner und Verdi zusammen, wie es heute hieß. Der Tenor Michael Schade wird singen. Von Verdi gibt es den Triumphmarsch aus "Aida", "La mia letizia infondere" aus "I Lombardi", Tänze aus "Otello" sowie die Ouvertüren zu "Luisa Miller" und "La Forza del Destino" zu hören. Wagner ist mit dem Vorspiel zu "Die Meistersinger von Nürnberg", dem Vorspiel und Liebestod aus "Tristan und Isolde", den Gralserzählungen aus "Lohengrin" sowie dem Vorspiel zum dritten Akt der "Walküre" vertreten.

Welten prallen aufeinander 
Bei Verdi und Wagner handelt es sich eigentlich um zwei Komponisten, "die aus zwei so weit entfernten Welten" kommen, so Maazel. Nichtsdestotrotz stehen ihre Werke nun im Mittelpunkt eines Konzertes: "Wir haben wunderbare Beispiele des Genies und der Begabung der beiden Komponisten ausgewählt", umriss Maazel das Programm. Schade steckt jedenfalls schon mitten in den Vorbereitungen für seinen Auftritt am 30. Mai. Für seine "Lohengrin"-Darbietung habe er etwa Platten seiner Vorbilder angehört, wie er in der Pressekonferenz erzählte. Überhaupt sei er "wahnsinnig glücklich, geehrt und zufrieden", Teil des "Sommernachtskonzerts" zu sein. Was das Publikum erwartet: "Das wird so ein bisschen wie mit dem Wetter sein: No risk, no fun."

Wetterfrage bleibt bis zuletzt offen
Denn das Wetter ist der einzige Unsicherheitsfaktor bei dem Freiluftspektakel. Obgleich nicht nur die Prognose für Donnerstag, sondern auch die Bilanz der bisherigen neun Veranstaltungen nicht sonderlich berauschend ausfällt - sechs mittelmäßigen bis schlechten stehen drei schöne Abenden gegenüber -, sind die Verantwortlichen voller Hoffnung: "Wir bleiben optimistisch", so Hellsberg. Sollte das Wetter am Donnerstag jedoch nicht halten und eine Aufführung nicht möglich sein, so wurde heute bereits ein Ersatztermin avisiert: Das Konzert würde in so einem Fall einen Tag später, am Freitag, ebenfalls um 21.00 Uhr stattfinden. "Wir werden gegebenenfalls im Laufe des Nachmittags entscheiden, was wir tun", so der Philharmoniker-Vorstand.

Klassischer Hochgenuss bei freiem Eintritt und im TV
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Für den Konzerttag selber wurde eine Info-Hotline eingerichtet. Diese hat die Nummer 0800 0800 99. Das Konzert wird ab 21.05 Uhr auf ORF 2, zeitversetzt ab 21.45 Uhr auf 3sat und darüber hinaus in mehr als 70 Länder übertragen, berichtete ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz. Außerdem wird es via Live-Stream im Internet zu sehen bzw. auf Ö1 zu hören sein. Die CD zum Konzert wird am 10. Juni, die DVD bzw. Blu-Ray am 21. Juni bei Sony Classical veröffentlicht.

Info
Alle Informationen rund um das Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker erhalten Sie unter  www.sommernachtskonzert.at.

© oe24.at

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