Tulpen-Zauber
Tulpen-Expertin verrät: So bekommen Sie den schönsten Frühlingsgarten
12.04.2026Frisches Grün, alte Mauern & leuchtende Farben – der Garten von Renate Polz zeigt den Frühling von seiner schönsten Seite.
Frühlingserwachen im Garten von Renate Polz in der Südsteiermark bedeutet Auftakt für die Tulpen-Saison. Im April übernehmen die farbenfrohen Frühjahrsblüher – neben Kaukasusvergissmeinnicht und Taubnessel – die Hauptrolle. Zwischen dem frischen Grün entfalten sie nach und nach ihre ganze Schönheit. Mit klaren Formen und leuchtenden Blüten bringen sie Leichtigkeit, Frische und eine besondere Ausstrahlung in den Garten am Grassnitzberg. Je nach Sorte wirken sie verspielt, edel oder fast schon malerisch und fügen sich harmonisch in die natürliche Umgebung ein.
Gerade im Zusammenspiel mit den Wegen, Mauern und Steinfiguren entsteht eine besondere Atmosphäre. Die Tulpen lenken den Blick, setzen bewusste Akzente und machen den Frühling in seiner schönsten Form sichtbar. Jeder sonnige Tag verändert das Bild ein wenig und lässt neue Details entdecken. „Die Tulpen stehen sinnbildlich für Aufbruch, Lebendigkeit und die Schönheit des Neubeginns“, sagt Renate Polz.
Tulpen-Triumph
Den Anfang im April machen einfache Frühblüher, die an Wildtulpen erinnern, sowie die dunkelrot-violett blühende Purple Prince. Dazwischen tanzen Triumph-Tulpen: Kardinalrote Ile-de-France-Tulpen erblühen schon früh im Beet und erreichen bis zu 50 cm Höhe. Tulpen in Rosa und dunklem Violett ergänzen das Bild. Mitte April folgen Darwin-Tulpen mit ihren großen, kräftigen Blüten, und im Mai verzaubern spätblühende Menton-Tulpen.
Vor allem Triumph-Tulpen finden sich zu Beginn des Frühlings hier in Hülle und Fülle. „Zu meinen Lieblingstulpen zählen die Triumph-Tulpen“, erzählt die Gartenexpertin, „ich mag ihre elegante Form, ihre kräftige Ausstrahlung und ihre schöne Standfestigkeit. Besonders die Sorte Banja Luka begeistert mich mit ihrer Farbwirkung und ihrer Präsenz. Sie setzt leuchtende Akzente und bringt eine gewisse Eleganz mit, die wunderbar in unseren Garten passt.“
Triumph-Tulpen sind eine robuste Klasse, die um etwa 1920 aus der Kreuzung von einfachen frühen Tulpen und Darwin-Hybriden entstanden. Ihre klassischen, becherförmigen Blüten gibt es in nahezu allen Farben – einfarbig, zweifarbig oder geflammt; besonders typisch sind sie in leuchtendem Orange. Ob in Beeten, Töpfen oder als Schnittblumen: Triumph-Tulpen sind vielseitig einsetzbar. Sie gedeihen am besten an einem sonnigen bis halbschattigen Standort mit gut durchlässigem Boden. Dank robuster Stängel, die je nach Sorte zwischen 30 und 60 cm hoch sind, bleiben sie an exponierten Stellen standfest. Da Triumph-Tulpen winterhart sind, können sie mehrere Jahre im Beet überleben, ohne dass man die Knollen nach der Blütezeit ausgräbt.
Farbenspiel
Im April darf man ruhig ein wenig mutig sein. Renate Polz meint damit die Farbenpracht in ihrem Tulpengarten in der südlichen Steiermark. Nach dem Winter beflügeln Frühjahrsblumen in Scharlachrot, Orange, Pink und Violett die Seele. Nicht zufällig wird die Tulipa – abgeleitet von „Tulipan“, dem Turban – in ihrem Herkunftsland Persien auch „Traum der Glückseligkeit“ genannt. „Ich wähle die Sorten so aus, dass ich eine möglichst lange Tulpenperiode im Garten habe“, erklärt Renate Polz. 3.000 leuchtende Blütenköpfe tanzen zwischen Anfang April und Mitte Mai in den Beeten am Grassnitzberg, bis sie danach von Iris und Rosen abgelöst werden. „Im Mai haben wir viele Hochzeiten im Garten, da passen die Rosen gut. Aber zu Frühlingsbeginn freue ich mich am meisten über die Tulpen“, erzählt die leidenschaftliche Gärtnerin, die sich inmitten der steirischen Weinberge ihr Blütenparadies geschaffen hat. Der große Auftritt der Tulpen im April wird begleitet von der Kirschbaum- und Zierapfelblüte – mit Blick über die sanften Weinberge.