Diversität

Barbie wird inklusiver: Die erste Puppe mit Autismus kommt auf den Markt

13.01.2026

Barbie wird inklusiver! Der weltbekannte Spielzeughersteller Mattel bringt diese Woche die erste Barbie mit Autismus auf den Markt. 

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© Instagram/@barbie
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Nur wenige Monate nach der Einführung der Barbie mit Typ-1-Diabetes folgt nun ein weiterer Neuzugang: eine Barbie, die das Leben mit Autismus repräsentiert. Damit will Mattel die Welt der Puppen ein Stück vielfältiger machen und Kindern helfen, sich in ihren Spielzeugen wiederzuerkennen.  

Was steckt hinter der neuen Barbie?

Laut der Weltgesundheitsorganisation ist etwa eines von hundert Kindern autistisch, doch gibt es kaum Spielzeuge, die das Leben von autistischen Kindern widerspiegeln. Das hat sich jetzt geändert! Gemeinsam mit der amerikanischen Organisation Autistic Self Advocacy Network hat Mattel eine Barbie erschaffen, die das Leben mit Autismus auf authentische Weise abbildet. „Wir möchten, dass sich jedes Kind in Barbie wiederfindet und versteht, dass Vielfalt etwas Positives ist“, sagt Jamie Cygielman, die Leiterin der Puppenabteilung bei Mattel.

So sieht die autistische Barbie aus

Auf den ersten Blick fällt vielleicht noch nichts Ungewöhnliches auf, doch bei genauerem Hinsehen wird die Besonderheit der neuen Barbie deutlich. So schaut die neue Barbie leicht zur Seite, da viele autistische Menschen direkten Augenkontakt vermeiden oder als unangenehm empfinden. Zudem wurde die Puppe mit beweglichen Ellbogen und Handgelenken ausgestattet, um typische Verhaltensweisen wie Stimming (wiederholende Bewegungen) oder Handflattern darzustellen, die vielen autistischen Menschen helfen, sich zu regulieren.

Barbie trägt außerdem einen rosa Fidget Spinner, ein hilfreiches Gadget, das dabei unterstützt, Stress abzubauen und die Sinne zu beruhigen. Um die oft überwältigenden Geräusche der Welt zu dämpfen, trägt sie rosa Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung. Zusätzlich hat die neue Puppe auch ein Tablet dabei, das ihr bei der Kommunikation hilft.

Ein bedeutender Schritt für Vielfalt und Inklusion

Jamie Cygielman betont: „Wir haben während des gesamten Designprozesses mit der autistischen Community zusammengearbeitet und dabei stets berücksichtigt, dass Autismus von jedem Menschen anders erlebt wird und nicht immer sichtbar ist.“ Mattel setzt hier ein klares Zeichen dafür, dass auch Menschen mit Autismus ein Recht darauf haben, sich in den Figuren und Geschichten widerzuspiegeln, mit denen sie aufwachsen.

Barbie wird immer vielfältiger

Seit 2019 gibt es immer mehr Puppen, die unterschiedliche Formen der Diversität abbilden: blinde Puppen, Barbies im Rollstuhl, mit Down-Syndrom, mit Prothesen oder Hörgeräten. Auch für Ken gibt es mittlerweile Figuren mit Beinprothesen oder einem Rollstuhl. Besonders für jene, die sich bisher nicht in der Barbie-Welt wiederfinden konnten, bedeuten diese Puppen, dass sie genauso dazugehören.

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