Liebesg’schichten

Sex-Talk: Nina Horowitz entlockt den Stars ihre privatesten Liebes-Geheimnisse

14.02.2026

Am 14. Februar startet Nina Horowitz ihren neuen Podcast „Liebesg‘schichten und Heiratssachen“ – ohne Kuppelei, dafür aber mit intimen Gesprächen, u.a. mit Nadja Bernhard.  

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© Chris Singer
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Die Verkupplerin der Nation“ feiert die 30. Staffel des ORF-Erfolgsformats mit einem neuen Podcast. Kein Wunder, sind doch „Liebesg‘schichten und Heiratssachen“ nicht nur spannend, wenn es um das Finden des berühmten „Deckels“ geht. Warum Michael Niavarani gerne beim Sex sterben würde, erzählt er Nina Horowitz in der ersten Ausgabe, die ab Valentinstag unter sound.orf.at abrufbar (und am Dienstag, 17. Februar, um 23 Uhr in ORF 1 zu sehen) ist.

Als „Versuchskaninchen“ für das neue Projekt hielt jedoch „Zeit im Bild“-Moderatorin Nadja Bernhard her. Und das sehr gerne, denn Nina und Nadja sind gut befreundet. Über die Liebe haben sie jedoch noch nie intensiv gesprochen, wie in dem Podcast, der als zweite Folge erscheinen und zweifelsohne das Publikum gut unterhalten wird, wie das Gespräch mit MADONNA beweist:

Nina, In Ihrem neuen Podcast wird von Ihnen ausnahmsweise niemand verkuppelt, sondern Sie sprechen mit interessanten Persönlichkeiten über die Liebe...

NADJA BERNHARD: Erfahrene Menschen sprechen über die Liebe! NINA HOROWITZ: Die Nadja hat ja, als ich sie angerufen habe, gedacht, dass ich sie verkuppeln will. (lacht) BERNHARD: Ich glaube, ich war nicht die Einzige, schließlich bist du die Verkupplerin der Nation!

HOROWITZ: Doch, du warst die Einzige. Aber vielleicht habe ich dann auch immer gleich dazugesagt, dass es um etwas anderes geht. Nadja war ja die Erste, die ich gefragt habe, ob sie dabei sein will...

Sie hätten sich nicht verkuppeln lassen?

BERNHARD: Nein. Von der Nina möchte ich vieles, aber das nicht. Ich war aber sehr gerne – sozusagen – das Versuchskaninchen für diesen Podcast.

HOROWITZ: Das war sehr fein, weil wir uns sehr gut kennen und diese Vertrautheit für die erste Aufzeichnung hilfreich war. Die anderen Prominenten oder Expert:innen, die ich danach gefragt habe, kannte ich ja noch gar nicht. Okay, mit dem Michael Niavarani hatte ich irgendwann einmal um 3 Uhr früh ein kurzes Gespräch in großer Runde. Das zählt nicht. Also hatte ich mit allen außer mit Nadja eine Art Blind Date.

Dennoch lernt man sich in einer Podcast-Situation auch ganz anders kennen. Nadja, waren Sie nicht skeptisch, in einer öffentlichen Sendung über derart persönliche, intime Dinge zu sprechen, wo Sie doch sonst Ihre Privatsphäre sehr schützen?

BERNHARD: Meine erste Reaktion war schon eher ablehnend. Aber nachdem es eben nicht nur um Intimes geht, sondern generell um das Leben und eine Art „Best of Lebenserfahrung“, fand ich es sehr spannend.

HOROWITZ: Ich habe von Anfang an gesagt: Mir ist es wurscht, ob Nadja gerade mit einem Karl-Uwe oder einem Massimo zusammen ist... darum geht‘s nicht. Wobei sie meinte, ein Massimo würde besser zu ihr passen. (lacht) Aber ernsthaft: Es geht um die Liebe an sich. Sei es die erste Liebe, Beziehungsmuster und darum, wie sehr man sich überhaupt in die Liebe stürzt. Es sind intime Gespräche, aber ohne Outings. Ich glaube auch, dass es die nicht braucht, um Menschen gut erfassen zu können.

Was macht Nina zu einer guten Verkupplerin, aber auch zu einer guten Podcasterin?

BERNHARD: Obwohl ich Nina so gut kenne, wusste ich nicht, wie gut sie sich auf Gespräche vorbereitet. Das habe ich selten erlebt. Das ist sicher auch ein Erfolgsgeheimnis. Sie hat es geschafft, andere Facetten aus mir herauszuholen. Und sie hat einen unglaublichen Humor, mag Menschen und will niemanden vorführen. ren. Ich denke, das ist auch für die Singles in ihrer Sendung sehr wichtig.

Nina, was hat Sie im Gespräch mit Nadja besonders interessiert?

HOROWITZ: Mich interessiert bei Menschen immer besonders die Kindheit. Und da hat auch sie Dinge erzählt, die ich von ihr noch nicht gehört hatte. Etwa wie das war, als sich ihre Eltern scheiden haben lassen, als sie noch ein kleines Mädchen war. Da hat sie schon sehr tief blicken lassen. Auch über die Liebe, die sie mit ganzem Herzen lebt, weil es für sie das schönste Gefühl ist, das es gibt.

Warum ist Ihnen die Liebe so wichtig?

BERNHARD: Ich bin prinzipiell ein sehr emotionaler Mensch. Deshalb ist Liebe zu Menschen im Allgemeinen, aber auch zu meinen Tieren und auch zu sich selbst für mich etwas sehr Wichtiges.

Zu lieben bedingt aber oft auch zu leiden...

HOROWITZ: Na und ob! Ich habe zum Beispiel mit 18, als meine Homosexualität noch tief in mir schlummerte, einem jungen Mann meine Liebe gestanden. Ich habe ihm sogar versprochen, dass ich jeden Tag für ihn kochen würde, wenn er auf Besuch kommt. Dazu muss man sagen, dass ich bis heute nicht wirklich kochen kann. (lacht)

BERNHARD: Aber warum hast du ihm das versprochen? Du hättest ja auch sagen können, dass du ihm deine Schallplattensammlung zeigst oder so...

HOROWITZ: Damals hatte ich dich leider noch nicht als Beraterin. (beide lachen) Aber es war sowieso egal, denn er hat mich sowas von abblitzen lassen, weil er sich für eine Freundin von mir interessiert hat. Was ich sagen will: Damals habe ich gelitten, fand es aber trotzdem gut, dass ich ihm meine Gefühle nicht verschwiegen habe.

BERNHARD: „Ich mag dich“, „Ich steh auf dich“ oder „Ich liebe dich“ offen zu sagen, ist für viele gar nicht so einfach. Da muss man schon sehr im Reinen mit sich selbst sein. Ich war diesbezüglich nicht so selbstbewusst wie du. Trotzdem bin ich immer wieder mit offenem Herzen dem Messer entgegengegangen. (lacht)

Man hat das Gefühl, heute ist es noch viel wichtiger als früher, Spielchen zu spielen – nicht sofort zu antworten, sich interessant zu machen...

BERNHARD: Da gibt es ja sogar einen Ausdruck dafür... wie heißt das...?

HOROWITZ: Deppert?! (lacht) Nein, du meinst Ghosting, aber das bedeutet ja, wenn man sich gar nicht mehr meldet.

BERNHARD: Fakt ist, die sozialen Medien haben das Leben nicht unbedingt leichter gemacht. Auch nicht in der Liebe.

© Chris Singer

Haben Sie in dem Podcast eigentlich über Körperlichkeit gesprochen?

HOROWITZ: Ja, ich habe mich heute in der Früh verrissen. (lacht) Interessanterweise habe ich mit den Männern im Podcast viel mehr über Sex gesprochen. Mit dem Michael Niavarani zum Beispiel.

BERNHARD: Wirklich? Darauf bin ich schon gespannt!

HOROWITZ: Ja, er sagt, er will bei Sex sterben, denn dann ist er unsterblich. Das war sehr lustig. Es kommt also immer darauf an, mit wem ich spreche und wie weit ich da gehe. Am Ende hat Nadja jedenfalls gesagt: „Das hat gar nicht wehgetan.“ Das fand ich das schönste Kompliment.

Stichwort Liebeserklärung: Was ist für Sie eine schöne Liebeserklärung?

HOROWITZ: Ich liebe Dich!

BERNHARD: Das ist auch schon so inflationär.

HOROWITZ: Nein, für mich nicht.

BERNHARD: Was ich superschön finde, ist, wenn man am Sonntag gemeinsam in den Tag... hineinrollt...

HOROWITZ: Rollt?! (lacht)

BERNHARD: (lacht) Du weißt, was ich meine! Einfach ohne Pläne zu haben und zusammen in den Tag hineinzuleben. Das ist für mich eine Liebeserklärung.

HOROWITZ: Ich stelle im Podcast die Frage: Zwei Mal im Jahr „Ich liebe Dich“ sagen oder zwei Mal am Tag? Ich persönlich halte es eher mit eher oft sagen und hören. Vielleicht auch als Bestätigung.

© Chris Singer

Drei Dinge, die in einer Partnerschaft wichtig sind?

BERNHARD: Humor, Herzlichkeit...

HOROWITZ: ... ein guter Körper? (lacht)

BERNHARD: Geh bitte! Lebenslust!

HOROWITZ: Ich sage: Humor, Intelligenz...

BERNHARD: Ah, entschuldige: ich setze auch auf Intelligenz, vor allem die emotionale! Quasi ex aequo mit Herzlichkeit.

HOROWITZ: Genau (lacht). Und: ein großes Herz. Was bringt mir der schillerndste Mensch, wenn er kein großes Herz hat!? 

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