Zwischenbilanz

Victoria Swarovski im Interview über ihre ESC-Woche: "Fast unmenschlich..."

14.05.2026

Am Donnerstag steht Victoria Swarovski zum zweiten Mal auf der großen Bühne in der Wiener Stadthalle. Am Samstag steht dann das große Finale des 70. Eurovision Song Contest an. Zuvor führte MADONNA ein musikalisch inspiriertes Interview mit der Moderatorin.

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© Olga Rubio Dalmau
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Den Tanzschein hat Victoria Swarovski (32) spätestens seit ihrem „Let‘s Dance“-Sieg 2016. Zehn Jahre später moderiert die Kristallerbin nicht nur die RTL-Show zum bereits achten Mal, sondern absolviert auch den größten Auftritt ihres Lebens: Zusammen mit Michael Ostrowski (53) führte Swarovski in dieser Woche bereits durch die erste ESC-Halbfinal-Show – am Samstag geht es beim großen Eurovision Song Contest-Finale in der Wiener Stadthalle aufs Ganze.

© ORF/Hans Leitner

Das Interview zu den Sieger-Songs 

Vor rund 180 Millionen Menschen (ORF 1 überträgt ab 21 Uhr live) treten die 25 Finalist:innen an – und Victoria Swarovski in gleich mehreren Outfits auf. Auf den Siegersong ist sie ebenso gespannt wie die ESC-Fans. Was diesen ausmachen könnte, wie sie sich in den letzten Wochen wach hielt und wem sie „Merci“ sagen will, verrät Victoria im Talk, für den wir uns von zehn Siegersongs der Vergangenheit inspirieren ließen. 

© Olga Rubio Dalmau

"Aktuell ist das Pensum fast unmenschlich"

The Code (Nemo)

Gibt es aus Ihrer Sicht einen geheimen „ESC-Code“, der entscheidet, ob ein Song gewinnt?
Victoria Swarovski: Puh, das ist eine sehr schwere Frage. Ich glaube, ein Rezept gibt es nicht. Der Song muss natürlich stark sein. Nicht zu banal, aber auch nicht zu verkopft. Die Performance macht dann auch noch mal 50 Prozent aus. Wenn du es schaffst, das Publikum mitzureißen und du visuell in der Konkurrenz einen bleibenden Eindruck hinterlässt, sind die Chancen nicht schlecht, zumindest weiter vorne zu landen.

Zitti e buoni (MÅneskin)

In welchen Momenten hinter der Bühne wünschen Sie sich einfach nur Ruhe?
Swarovski:
Ich brauche auf jeden Fall Zeit für mich, kurz bevor es zum ersten Mal raus auf die Bühne geht. Ich konzentriere mich dann auf meine Texte und lasse mich von der Energie des Publikums pushen. Das ist wie beim Start eines Rennens, wenn du gut startest, dann läuft auch der Rest.

Arcade (Tiny Tunes)

Wenn die Vorbereitung auf den ESC ein Spiel wäre: In welchem Level befinden Sie sich gerade – Warm-up oder Endgegner?
Swarovski:
Definitiv Endgegner! (lacht) Aktuell ist das Pensum mit zwei großen Show-Produktionen fast unmenschlich. Aber mein Team und ich ziehen einfach durch. Macht ja auch Spaß.

© ORF

"Es ist jetzt einfach der richtige Zeitpunkt."

Rise Like a Phoenix (Conchita)

Welcher Wendepunkt in Ihrer Karriere war Ausgangsbasis dafür, dass Sie nun diese Mega-TV-Show moderieren?
Swarovski:
Ich glaube, Timing ist alles. Es ist jetzt einfach der richtige Zeitpunkt. Dass JJ letztes Jahr gewonnen hat und nach vielen Jahren die Show wieder nach Österreich gebracht hat, ist natürlich auch der Hauptgrund. Ich freue mich natürlich sehr darüber, dass es so gekommen ist, und bin auch sehr gespannt darauf, was danach kommt. Immerhin sehen mich viele Millionen Menschen in Europa bzw. auf der ganzen Welt das erste Mal.

Euphoria (Loreen)

Was bringt Sie live auf der Bühne in Ekstase – Applaus, Chaos oder perfekte Regie?
Swarovski:
Ich sage immer „live is life“! Live-Fernsehen ist etwas ganz Besonderes, das Gefühl, dass dir in diesem Moment mehrere Millionen Menschen zuschauen, ohne doppelten Boden, ist unbeschreiblich und gibt einem einen ganz besonderen Adrenalin-Kick.

Heroes (Måns Zelmerlöw)

Wer sind für Sie die stillen Held:innen hinter den Kulissen der Show?
Swarovski:
Alle! Also alle, die an der Produktion beteiligt sind. Insgesamt sind es wohl über 2.000, einige davon arbeiten sogar ehrenamtlich, um diese Show, die in Summe so viele Millionen Menschen erreicht, überhaupt möglich zu machen. Jeder einzelne davon trägt also seinen Teil dazu bei, dass der Eurovision Song Contest seine einmalige Strahlkraft entfalten kann, um den Teilnehmern die beste und größte Bühne geben kann, die es auf der Welt gibt.

© ORF

"Früher habe ich versucht, es allen recht zu machen"

Amar Pelos Dois 
(Salvador Sobral)

Welcher Song – auch abseits des ESC) ist einer, der Sie emotional komplett erwischt?
Swarovski:
Puh, das sind viele, aktuell feiere ich Benson Boone, aber meine alltime musikalischen Heroes sind Beyoncé und Alicia Keys. Ganz weit vorne sind da Songs wie „Crazy in Love“ und „Empire State of Mind“. 

Wasted Love (JJ)

Wofür verschwenden Sie in Ihrem Leben keine Energie mehr?
Swarovski:
Früher habe ich versucht, es allen recht zu machen. Ich kann sagen, dass ich in meiner Mitte angekommen bin und nur noch Sachen mache, die mir Spaß machen. Recht machen kann man es sowieso nicht allen.

Espresso Macchiato 
(Tommy Cash)

Wie halten Sie sich im intensiven Countdown wach und fokussiert – eher Koffein-Boost oder innere Ruhe?
Swarovski:
Wer mich kennt, weiß, dass ich in Hochphasen viel Cappuccino mit Hafermilch und Red Bull trinke. Wenn es irgendwie möglich ist, mache ich auch mal einen Powernap, leider ist dazu meist keine Zeit, sodass das Koffein herhalten muss.

Merci Chérie (Udo Jürgens)

Die letzten Wochen waren eine riesige Herausforderung – wem möchten Sie rückblickend „Merci“ sagen?

Swarovski: Ganz klar, meinem Team! Ohne mein Team im Rücken wäre der Stunt von zwei so großen Produktionen parallel und dem Launch meiner Fashion Brand ORIMEI zusammen mit About You nicht möglich gewesen. Das war wirklich ein Kraftakt und geht nur so, wenn man die richtigen Leute hinter sich hat.  

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