7 Uhr früh in Wien:

2-Promille-Lenker schlug mit Machete um sich

16.02.2026

Zuerst gerierte er sich als Auto-Rowdy, dann verfolgte er jenen Autofahrer, der ihn fragte, was sein Problem sei, mit einer beachtlich großen Machete - bedrohte den anderen und schlug mit dem Buschmesser auf dessen Pkw ein.

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© LPD Wien
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Wien. Sonntag um halb acht Uhr in der Früh in Floridsdorf im Bereich der Siemensstraße kam es zwischen zwei Pkw-Lenkern zu einer eskalierenden Auseinandersetzung: Zuvor hatte einer der beiden, ein 29-jähriger einheimischer Wiener, eine riskante Fahrweise an den jungen Tag gelegt - indem er durch Überholen, Abdrängen, unmotiviertes Stehenbleiben und Gasgeben in einer Tour provozierte. An einer Ampel kamen die beiden Lenker schließlich mit ihren Fahrzeugen direkt nebeneinander zum Stillstand. 

Beide kurbelten bzw. ließen die Fenster runter - und los ging's mit der Schreierei, in Folge derer der Jüngere eine im Beifahrerbereich abgelegte Machete mit einer 36 Zentimeter langen Klinge holte und den anderen, einen 37-Jährigen, damit bedrohte.

Verängstigt setzte der Kontrahent seine Fahrt fort und wollte flüchten. Doch der 29-Jährige verfolgte ihn weiter mit seinem Fahrzeug, bis sie wieder an einer Ampel gleichzeitig anhielten. Diesmal stieg der messerschwingende Lenker aus und drohte erneut, dass Blut fließen würde. Währenddessen schlug der Machete auf das Auto des anderen ein.

Als die alarmierte Polizei vor Ort eintraf, war nur mehr das Opfer vor Ort. Die Daten des geflüchteten Tatverdächtigen konnten in kürzester Zeit eruiert werden, und der Mann wurde an seiner Wohnadresse in der Nähe angehalten. Der Beschuldigte wurde aufgrund des Verdachts der gefährlichen Drohung und Nötigung vorläufig festgenommen. Ein durchgeführter Alkovortest ergab 1,94 Promille. Die Tatwaffe konnten die Beamten im Fahrzeug auffinden und sicherstellen. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde der 29-Jährige mehrfach auf freiem Fuß angezeigt.