Transport gestoppt

32 Ziegen in Anhänger auf 4 m² - zwei verendet

20.06.2025

Einen Tiertransport unfassbaren Leids stoppten Bedienstete der Landesverkehrsabteilung bei einer Verkehrskontrolle im Bezirk Melk.  

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© LPD NÖ, Getty, Montage: Witek
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NÖ. Mittwochnachmittag gegen 16.20 Uhr wurde ein Fahrzeug mit Anhänger, das von Haag im Bezirk Amstetten in das Gemeindegebiet von Ober-Grafendorf im Bezirk St. Pölten unterwegs war, angehalten und eine Lenker- und Fahrzeugkontrolle durchgeführt. 

Dabei stellten die einschreitenden Polizisten erhebliche Übertretungen nach den Bestimmungen des Tiertransportgesetzes fest. Das erforderliche Platzangebot wurde wesentlich unterschritten und den Tieren aufgrund der hohen Temperaturen unnötige Leiden und Qualen zugefügt. Die Standfläche hatte eine Abmessung von lediglich etwa vier Quadratmetern. Einige Tiere lagen bereits am Boden und konnten nicht mehr aufstehen, wodurch andere Tiere auf den Körpern dieser Tiere standen. Im Laderaum herrschte eine wesentlich höhere Temperatur als im Außenbereich. Bei der Abladung der Tiere wurde festgestellt, dass bereits zwei Ziegen verendet waren!

Der Fahrzeuglenker, ein 36-Jähriger aus dem Bezirk Perg, war überdies nicht im Besitz der erforderlichen Dokumente für den Tiertransport (des Grauens). Ihm fehlten Transportunternehmerzulassung sowie Betreuerausweis. Außerdem war der Tiertransport nicht als solcher gekennzeichnet. Weiters war der Fahrzeuglenker nicht im Besitz einer Lenkberechtigung für die Klasse E und es wurde die erlaubte Anhängelast überschritten.


Der Horror-Chauffeur und der Zulassungsbesitzer des Anhängers werden bei der Bezirksverwaltungsbehörde angezeigt. Weiters wird der Fahrzeuglenker der Staatsanwaltschaft St. Pölten wegen Verdachts der Tierquälerei angezeigt.
 
 

 

 

 

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