Lesachtal
Nach 24 (!) Tagen: "Brand aus" in Kärnten
17.05.2026Letzte Glutnester erfolgreich bekämpft - Regen als entscheidende Hilfe.
Nach 24 Tagen der Bekämpfung des großen Waldbrandes sowie vieler Glutnester im Kärntner Lesachtal konnte am Sonntag endlich "Brand aus" gegeben werden. Dies teilte der Landesfeuerwehrverband Kärnten in einer Aussendung mit. Das Feuer war am Abend des 23. April vermutlich durch eine Zigarettenkippe ausgebrochen. Insgesamt waren rund 110 Hektar betroffen, insgesamt standen rund 2.000 Feuerwehrleute und etliche Hubschrauber im Einsatz.
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Der Brand hatte sich bei Promeggen am Xaveriberg zwischen Maria Luggau und St. Lorenzen im Lesachtal Ende April auf insgesamt 110 Hektar land- und forstwirtschaftliche Fläche ausgebreitet. Die rund 2.000 Feuerwehrleute konnten Wohnhäuser und Wirtschaftsgebäude vor dem Feuer bewahren und eine weitere Ausbreitung des Großbrandes verhindern. "Insgesamt wurden rund zehn Millionen Liter Wasser von den Einsatzkräften der Feuerwehr, unterstützt von Hubschraubern der Polizei und des Bundesheeres, sowie unter Mithilfe von ortsansässigen Landwirten auf den Berg befördert", sagte der örtliche Einsatzleiter Gerd Guggenberger, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr St. Lorenzen im Lesachtal und stellvertretender Bezirksfeuerwehrkommandant von Hermagor.
Regen und Schneefall half Einsatzkräften
Nach den ersten sieben Tagen Großeinsatz, an denen auch vier Feuerwehr-Katastrophenhilfsdienst-Bereitschaften mit insgesamt 320 Feuerwehrleuten aus ganz Kärnten beteiligt waren, wurde der Löscheinsatz sukzessive auf die örtliche Ebene reduziert.
In den vergangenen Tagen ging es vor allem um die Bekämpfung von Glutnestern, die teils über einen halben Meter unter der Oberfläche glosten und jederzeit ein weiteres Aufflammen der Brände auslösen hätten können. "Wir haben dabei die Unterstützung der Bergrettung bekommen. Mit der Wärmebildkamera ihrer Einsatzdrohne konnten wir die Glutnester aus der Luft lokalisieren. Anschließend wurden diese von den Feuerwehrleuten ausgegraben und abgelöscht, angesichts dieser großen Brandfläche in alpinem Gelände eine langwierige, mühsame und auch gefährliche Arbeit", sagte Guggenberger. Das habe sich schließlich gelohnt, und der einsetzende Regen und auch Schneefall hätten letztendlich einen großen Teil zum "Brand aus" beigetragen.