Familiendrama

Kleinen Sohn (1) am Aschermittwoch getötet - U-Haft beantragt

20.02.2026

Die junge bisher völlig unauffällige Mutter (29) verletzte sich mit einer Rasierklinge am Hals und liegt weiter im Krankenhaus. Ihr Sohn ist tot - alles deutet auf Kindestötung mit anschließendem Suizidversuch hin.

Zur Vollversion des Artikels
© DOKU NÖ
Zur Vollversion des Artikels

NÖ. Nach der Auffindung eines toten Kleinkindes am Aschermittwoch in einer Wohnung in Groß Gerungs im Bezirk Zwettl hat die Staatsanwaltschaft Krems Ende der Woche Untersuchungshaft für die einheimische Mutter beantragt. Die Verdächtige ist noch in Spitalsbehandlung und konnte dort kurz befragt werden. Während in 4.000-Einwohner-Stadtgemeinde im Waldviertel weiter einige davon überzeugt sind, dass es ein plötzlicher Kindstod gewesen sein muss, den die 29-Jährige nicht verkraftete und zur Verzweiflungstat trieb, sollen mehrere Abschiedsbriefe der Niederösterreicherin vielmehr in die Richtung gehen, dass die offenbar depressive Frau nicht mehr leben und ihren Sohn nicht zurücklassen wollte. Mutmaßlich wurde das Kleinkind erstickt - Genaueres wird die angeordnete Obduktion zeigen.

Der 15 Monate alte Bub und die 29-Jährige waren am späten Mittwochnachmittag vom Kindsvater entdeckt worden, der nach der Arbeit um 16.47 Uhr nach Hause kam - seine Verzweiflung wird von Zeugen als extrem, aber nachvollziehbar beschrieben; das Paar war laut Nachbarn immer freundlich gegenüber anderen und liebevoll zueinander sowie zum Kind. Ein psychiatrisches Gutachten über die Täterin wird wohl auch hier erst Antworten bringen, warum die Frau derart eskaliert ist.

S E R V I C E - Sie sind in einer verzweifelten Lebenssituation und brauchen Hilfe? Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber. Hilfsangebote für Personen mit Suizidgedanken und deren Angehörige bietet das Suizidpräventionsportal des Gesundheitsministeriums. Unter www.suizid-praevention.gv.at finden sich Kontaktdaten von Hilfseinrichtungen in Österreich.

Weitere Artikel