Befragungen laufen

Mord im Deluxe-Seniorenheim: Friederika S. (87) wurde erstickt

23.01.2026

Die Todesursache jener 87-jährigen Pensionistin, die am Dienstag in einem Seniorenheim im Nobelbezirk Döbling tot aufgefunden worden war, ist nun klar: Die Frau wurde erstickt.

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Wien. Schauplatz des Verbrechens ist ein privates Seniorenheim der Deluxe-Klasse nahe des Türkenschanzparks in der Hartäckerstraße beim bekannten Salettl. Die im November 1938 geborene Wienerin Friederika S. wurde bereits am Dienstag um 13.45 Uhr in ihrem Zimmer von einer Pflegerin der Pensionisten-Residenz tot aufgefunden. Die 87-Jährige, die offenbar in ihrem Zimmer im Bett ermordet wurde, dürfte durchaus vermögend gewesen sein und wurde vermutlich gerade deswegen Opfer eines Gewaltverbrechens. Von Seiten der privaten Führung heißt es nur: "Kein Kommentar."

© Viyana Manset Haber

© Viyana Manset Haber

Am Donnerstagabend wurde eine gerichtsmedizinische Obduktion durchgeführt: Die Seniorin wurde erstickt. Das bestätigte die Polizei am Freitag. Weitere Details wurden vorerst nicht bekanntgegeben, die Polizei verwies auf die laufenden Ermittlungen. Derzeit finden Befragungen im nahen Umfeld der Frau und im Pensionistenheim statt. Ob es im Zimmer der Frau in dem noblen Heim Anzeichen von Diebstahl gibt, ist Gegenstand von Untersuchungen.

Schmuckstück in Mund gestopft

Wie oe24 bereits am Donnerstag nach Recherchen als erstes Medium berichtet hat, hatte sich denjenigen, die die Leiche entdeckten, ein Bild des Grauens geboten: Der Killer oder die Mörderin hatte dem Opfer ein goldenes Schmuckstück - mutmaßlich aus ihrem Besitz - in den Mund gesteckt. Offensichtlich handelt es sich dabei um einen Ring. Prügelspuren im Gesicht erwiesen sich hingegen als Totenflecken. Trotzdem soll es Hinweise auf eine heftige körperliche Auseinandersetzung geben: Noch am Donnerstag sah man die Tatortgruppe mit Kisten voll Beweismaterial aus der noblen Seniorenresidenz schreiten.

Jedenfalls steht die Seniorenresidenz nicht zum ersten Mal wegen (mysteriöser) Delikte in den Schlagzeilen: 2018 und 19 starben zwei hochbetagte Damen - anfangs wurde kein Verdacht geschöpft, bis die Angehörigen feststellten, dass die Safes der beiden Heiminsassinnen leergeräumt gewesen sein sollen. Die Ermittlungen wurden eingestellt, für die Leitung, die volle Kooperation mit der Polizei beteuerte, waren die Anschuldigungen "nicht nachvollziehbar" gewesen.

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