Wien-Liesing
Nach Kopfschuss: Schütze (20) stellte sich
18.03.2026Nach der Schussattacke auf zwei Brüder (16, 17) ergriff der Schütze die Flucht. Nun stellte er sich bei der Polizei.
Wien. Zu den blutigen Szenen kam es am Sonntagabend in Liesing. Wie berichtet, wurde die Polizei gegen 21.15 Uhr zu einer Wohnung in einem Mehrparteienhaus gerufen. Ein 16-Jähriger öffnete den Uniformierten die Tür - im Wohnzimmer saß sein um ein Jahr älterer Bruder mit einer blutenden Kopfverletzung auf der Couch.
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Der Jugendliche gab an, er sei mit seinem Bruder auf dem Heimweg gewesen, als man auf einen 20-jährigen Bekannten getroffen sei. Die Brüder wollten Schwierigkeiten aus dem Weg gehen, weil es bereits früher Unstimmigkeiten gab, und gingen zügig weiter. Der Bekannte hatte aber anderes im Sinn: Er verfolgte die beiden, beschimpfte sie und zog die vermeintliche Schusswaffe, als er sie eingeholt hatte. Die Bedrohten versuchten zu flüchten, er schoss und traf den 17-Jährigen am Kopf. Danach flüchtete der Schütze.
Waffe weggeworfen
Die Berufsrettung versorgte den 17-Jährigen und brachte ihn in ein Krankenhaus. Es bestand keine Lebensgefahr, das Opfer konnte bereits aus dem Spital in häusliche Pflege entlassen werden. Eine Alarmfahndung nach dem Bewaffneten verlief erfolglos. Doch der 20-jährige Balkan-Österreicher stellte sich am Dienstag bei der Polizeiinspektion Tannengasse.
"Bei der Tatwaffe soll es sich um eine Gasdruckpistole gehandelt haben, die der Beschuldigte im Anschluss an die Tat in einem Mülleimer im 14. Bezirk entsorgt haben will. Diese konnte jedoch bislang nicht aufgefunden werden", so die Wiener Polizei. Der Verdächtige wurde in eine Justizanstalt eingeliefert. Die Ermittlungen laufen.