Umgeht Impfstoffe

Neue Corona-Variante Cicada breitet sich aus

31.03.2026

Die Corona-Variante BA.3.2, die auch Cicada genannt wird, breitet sich derzeit weltweit aus. Die Variante ist für ihre vielen Mutationen bekannt und ist somit ein harter Gegner für Impfstoffe.

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Schon im Jahr 2024 wurde die Corona-Variante BA.3.2 in Südafrika nachgewiesen. Seither breitete sich das Virus im Verdeckten aus. Damit erinnert die Krankheit an das Insekt Zikaden. Sie verbringen einen Großteil ihres Lebens als Larven vergraben unter der Erde. Dort bleiben sie oft 13 bis 17 Jahre und kommen erst zur Paarungszeit an die Oberfläche.

Ähnlich verhält sich die Corona-Variante BA.3.2. Sie wird deshalb auch Cicada genannt. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO sei die Variante schon in mehr als 20 Ländern nachgewiesen. Wie "NTV" berichtet, ist Cicada vor allem in Nordeuropa weit verbreitet.

Mehr Mutationen

Anders als bisherige Corona-Varianten, wie etwa Frankenstein, weist die Cicada ungewöhnlich viele Mutationen auf. Das Spike-Protein, wodurch das Virus in die menschliche Zelle eindringt, besitzt 70 bis 75 Veränderungen, so Experten.

Dadurch kann die Cicada leichter bestehende Immunitäten umgehen. Laut dem US-Sender "PBS" sorgt die Zahl der Mutationen dafür, dass aktuelle Impfstoffe eher weniger wirksam gegen diese Variante seien.

Trotzdem schützen Impfungen weiterhin mit hoher Wahrscheinlichkeit vor schweren Verläufen und Todesfällen. Epidemiologe Kyle B. Enfield erklärt im Wissenschaftsmagazin "The Conversation": "Ein weniger gut passender Impfstoff wird das Virus nur etwas später erkennen."

Symptome ähnlich zu vorherigen Varianten

Cicada löst ähnliche Symptome wie die bisherigen Varianten aus. Dazu gehören etwa Husten, Halsschmerzen, Müdigkeit oder Schnupfen, wie "NTV" berichtet. Laut einzelnen Berichten können auch besonders starke Halsschmerzen auftreten, doch dafür gibt es bisher keine klaren Hinweise.

Die neue Corona-Variante soll nicht schlimmer als vorherige sein. Infektiologe William Schaffner berichtet gegenüber "PBS": "Die bisherigen Daten deuten nicht darauf hin, dass sie schwerer verläuft oder besondere Symptome verursacht."

Bei Krankheitssymptomen raten Experten weiterhin, zu Hause zu bleiben, Hygieneregeln einzuhalten und im Notfall einen Arzt aufzusuchen. Für Menschen mit Vorerkrankungen bleibt das Risiko für schwere Verläufe bestehen.

In Österreich nachgewiesen

In Ländern wie Deutschland, Dänemark und den Niederlanden sorgt Cicada bereits für 30 Prozent aller Coronaerkrankungen, so "PBS" mit Bezug auf Informationen lokaler Gesundheitsbehörden. In Österreich wurde die Variante ebenfalls chon nachgewiesen.