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Neue Corona-Variante "Cicada" breitet sich in Österreich aus
12.01.2026Eine neue Omikron-Untervariante sorgt weltweit für Aufmerksamkeit. BA.3.2, auch „Cicada“ genannt, wurde inzwischen auch in Österreich nachgewiesen und wird von Fachleuten aufmerksam verfolgt.
BA.3.2 entstand als Abkömmling der frühen Omikron-Linie BA.3. Die Variante wurde zunächst nur in einzelnen Fällen entdeckt, unter anderem in Deutschland, den Niederlanden, den USA und in Australien. Fachleute beobachteten sie lange nur punktuell, da sie zunächst als wenig konkurrenzfähig galt. Mittlerweile taucht BA.3.2 häufiger auf, auch in Europa.
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Entstehung und Spitzname
Aufgrund der langen unbemerkten Ausbreitung erhielt die Variante den Spitznamen „Cicada“. Dabei wird ihre Entwicklung mit der verdeckten Lebensphase einer Zikade verglichen.
Nachweise in Österreich
Auch in Österreich wurde die Untervariante mittlerweile gefunden, bisher jedoch nur im Abwasser. Der Anteil liegt nach aktuellem Stand deutlich unter dem anderer Länder. In Deutschland verzeichneten Institutionen zuletzt einen Anstieg von BA.3.2 unter den nachgewiesenen Infektionen, teils mit wiederholter Identifikation als führende Variante. Die wachsende Verbreitung zeigt, dass BA.3.2 im Wettbewerb mit anderen Omikron-Linien wie XFG („Stratus“) und NB.1.8.1 („Nimbus“) aufholt oder sie verdrängt.
Klinische Beobachtungen
Bislang gibt es keine Hinweise auf schwerere Krankheitsverläufe im Vergleich zu anderen Omikron-Varianten. Erste Daten legen nahe, dass Symptome überwiegend mild oder moderat ausfallen. Virologin Monika Redlberger-Fritz erklärte, BA.3.2 sei „antigenetisch komplett anders“ und werde „nicht von den aktuellen Impfstoffen abgedeckt“. Forschende verfolgen die Variante daher aufmerksam, da sie als Beispiel dienen könnte, wie sich SARS-CoV-2 weiterentwickelt.